Okay, die Olympischen Spiele sind zu Ende und damit auch das Superduper-Sportjahr. Zwar habe ich nicht so schrecklich viel von den Spielen im Fernsehen angeguckt, aber die paar Veranstaltungen, bei denen ich hängen geblieben bin, waren sehr nett. Allen voran die tollen Spiele der Hockey-Frauen!
Ich versuche jetzt mal in laienhafter Art und Weise den diesjährigen Medaillenspiegel zu analysieren.
Was auffällt ist, dass unter den Top 10 durchweg moderne Industriestaaten stehen. Angeführt von der Über-Supermacht, gefolgt von der Supermacht der Zukunft, gefolgt von einer Supermacht der Vergangenheit sind die ersten drei Plätze schonmal recht heterogen besetzt.
Warum? In diesen drei Ländern wird Sport recht deftig gefördert. In den USA durch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und vorhandener Wir-sind-eh-die-besten-Mentalität, in China aufgrund der nächsten Spiele im eigenen Land und politischem Druck und in Russland durch Zusammenstauchen der Sportler/innen bei schlechten und bei guten Leistungen (interessant hier die Auszeiten der russischen Volleyballerinnen gesehen zu haben…).
Nach diesen dreien folgen Australien, was… naja… immerhin groß ist und wo man Englisch spricht, Japan, was in der Reihe der Industrienationen nicht schrecklich überrascht und… na sowas! Dann kommt ja schon Deutschland!Es sieht ganz offensichtlich doch nicht so schlecht aus, wie oft behauptet, denn schließlich ist Sport das einzige, was die Lage einer Nation hinlänglich widerspiegelt!
Frankreich, Italien, Südkorea und Italien sind sicherlich auch nicht die ärmsten Länder und komplettieren deshalb die ersten zehn Plätze.
Moment. Wo ist eigentlich Österreich? – Es befindet sich in der Tabelle zwischen Weißrussland und Äthiopien. Zufall? Sicher nicht!
Gib zu, das stammt aus deiner Uni-Hausarbeit.
Entscheidend dürfte wohl weniger die Sportförderung als mehr der Stand der – insbesondere medizinisch-biologischen – Wissenschaft sein …
Dann dürften Länder wie Belgien oder die Schweiz aber eigentlich nicht so weit hinten stehen.
-thh: Ich fürchte, da ist leider was dran.