Hab ein neues Hobby: Fremde Blogs lesen. Ich meine wirklich fremde Blogs. Also z.B. www.blogg.de ansurfen und da ein paar der neuesten Einträge angucken. Was mich wundert ist, dass viele Leute recht private Dinge in ihre Blogs reinschreiben. So richtig tagebuchmäßig. Wenn das jeder lesen kann… also ich weiß nicht.
Das hat schon irgendwie etwas Exhibitionistisches. Okay, ich bin dann wohl der Spanner, den es interessiert. Hm.
Trier feiert 2020. Geburtstag
Zur Erinnerung an die Stadtgründung von Trier vor 2020 Jahren hat Oberbürgermeister Helmut Schröer um 7 Uhr eine Gedenktafel enthüllt. Genau um diese Zeit im Jahr 16 vor Christus hat Kaiser Augustus Trier gegründet. Es ist kein Zufall, dass er sich dafür den 23. September ausgesucht hatte. Denn heute ist der Tag gleich lang wie die Nacht – und damit fällt der Schatten der ersten Sonnenstrahlen genau auf die Ost-West-Achse von Trier. Die Römer hatten die Stadt aus gutem Grund entlang dieser Linie ausgerichtet: Es versprach Glück und den Segen der Götter. Außerdem ist heute auch der Geburtstag des Kaisers.
Quelle: www.swr.de/nachrichten/rp/trier/index.html#meldung2
Und wo bitte ist nun die Geburtstagsfeier?
Schon wieder eine Studie der OECD. Endlich geht es mal um die Lehrer. Die sind zu alt, überbezahlt und überlastet. Aber auch nicht gewillt sich fortbilden zu lassen. Gerade mal knapp 10% erreichen das normale Rentenalter. Dagegen werden 54% wegen Dienstunfähigkeit frühpensioniert.
Diese Zahlen sind schon irgendwie beeindruckend und ich konnte sie auch live erleben. Es gab Lehrer, die wussten auch nach einem halben Jahr nicht alle Namen ihrer Schüler. Oder sie haben selbst gesagt, dass sie an bestimmten Tagen keine Lust hätten auf Unterricht. Dann haben wir halt einen Film geguckt, oder fast gar nichts gemacht. Aber welcher Schüler beschwert sich dann? Also ich nicht.
Das hat nun vielleicht nicht immer etwas mit dem Alter zu tun. Soweit ich mich noch erinnere waren Lehrer, die ich nicht mochte, aber meistens tatsächlich schon älter. Und wenn man Lehrer nicht mag, wird man sich auch nicht gerade für ihren Unterrichtsstoff aufopfern. Und offensichtlich unmotivierte Lehrer dürfen sicherlich keine Motivation von ihren Schülern erwarten.
Naja, was soll’s. Ich hab damit nix mehr zu tun. Polemik: Vielleicht sollte nicht einfach jeder, dem nichts besseres einfällt, Lehrer werden?
Nun habe ich erfahren müssen, dass ich wohl Sims 2 nicht auf meinem alten Rechner spielen werden kann. Der erfüllt gerade mal die Mindestanforderungen. Damit wird es aber keinen Spaß machen. Verdammt.
Möglichkeiten, die ich mir überlegt habe:
- Rechner aufmotzen. Das müsste aber dann schon ein neues Board mit Prozessor sein. Dann passt aber auch die Grafikkarte nicht richtig dazu. Momentan ist das nur eine angestaubte GeForce II. Und mein Festplattenplatz wird auch langsam knapp…
- Einen neuen Rechner kaufen. Da PCs zusammengesteckter Schrott sind, der nicht funktioniert, würde ich auf einen Apple umsteigen. Aber die kosten so viel, ich müsste erstmal umlernen und Sims 2 gibt es dafür auch noch gar nicht.
- Eine Playstation 2 kaufen. Vielleicht ein bisschen übertrieben nur für ein Spiel.
- Nichts tun und die Sache vergessen. Bald ist eh keine Zeit mehr für Spiele.
Wird sicher bei letzterem bleiben. Aber niemand kann sagen, dass ich nicht über alle Möglichkeiten nachgedacht hätte.
Die Apple-Geschichte beschäftigt mich aber schon eine ganze Weile. Ich glaube schon, dass ich in ferner Zukunft nichts mehr in einen PC investieren werde. Aber welchen nehmen? Und woher kommt das Geld dafür?
Nun habe ich mir das dicke Ding halt doch in der Buchhandlung für viel Geld gekauft, weil ich es erstens nicht mehr aushalten konnte und zweitens gebraucht auch auf die Schnelle nichts zu kriegen war, was viel billiger gewesen wäre.
Inhalt: Es geht um Frank Lehmanns Jugend und dabei vor allem um seine Zeit bei der Bundeswehr.
Gerade letzteres interessierte mich ja nun besonders, weil meine Erinnerungen daran nun wirklich noch aktuell sind und es halt immer nett ist Dinge zu lesen, die einem bekannt vorkommen. Davon gab es auch genug. Es überraschte mich, wie wenig sich offenbar verändert hat. Immerhin spielt die Geschichte (ca.?) 1980. Dreiundzwanzig Jahre später gibt es immer noch die selben Sprüche und Schikanen. Ist halt doch irgendwie konservativ die Armee.
Der Erzählstil ist wohl schon ähnlich witzig, wie in “Herr Lehmann”, allerdings kam es mir so vor, dass es mehr Handlung bei weniger Herumphilosophiererei gibt. Es passiert einfach irgendwie mehr. Das merkt man auch an der Dicke des Buches. Meiner Meinung nach vielleicht etwas zu dick. Einige Stellen sind recht langatmig geschrieben. Vielleicht hätte hin und wieder doch etwas gekürzt werden können. Die Gespräche drehen sich manchmal im Kreis. Aber halt nicht ganz so gut im Kreis, wie beim vorherigen Buch, fand ich.
Wer den ersten Teil mochte, wird aber bestimmt diesen auch mögen. War bei mir jedenfalls so. Hab das Ding auch in einer knappen Woche durchgelesen, was für meine Verhältnisse schon ein guter Wert ist. Okay, Herr Lehmann ging natürlich schneller.
Für Leute, die noch zur Bundeswehr müssen, ist es bestimmt auch ganz witzig. Oder auch traurig, je nachdem wie man das dann sehen will.
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Recht überraschend die Ergebnisse. Dass die CDU so viel in Sachsen verliert, hätte ich nicht gedacht. In Brandenburg bleibt die SPD stärkste Fraktion, was wohl zu einem Großteil an Matthias Platzecks recht sympathischer Ausstrahlung liegt.
Auffällig: Demonstratives Verschwinden der demokratischen Parteiführer als die Mitglieder der beiden rechtsextremen Parteien von den Moderatoren des ARD angesprochen wurden. Auch wenn ich es irgendwie verstehen kann, habe ich so meine Zweifel ob so etwas das richtige Zeichen ist. Vielleicht sollten sich die Parteien lieber dem Problem stellen, statt weg zu laufen.
Eben kam mir die Frage in den Sinn, ob es besser ist nicht zu wählen, als sich für die Rechtsextremen zu entscheiden. Darüber werde ich wohl gleich noch einige Zeit nachdenken müssen. Durch nicht Wählen würde verhindert, dass solche Parteien ins Parlament kommen, andererseits beseitigt man dadurch nicht deren Existenz. Und eine geringe Wahlbeteiligung ist genauso ein Zeichen von Unzufriedenheit mit dem System an sich. Kann aber auch “nur” Desinteresse sein.
Naja, hab ich immerhin noch etwas zu tun, bis Sabine Christiansen nachher kommt.
Heute kam wieder ein Hitchcock-Film auf arte. Habbich geguckt.
Inhalt: Der Ärger mit Harry ist, dass er tot ist und alle Bewohner des nahe liegenden Dorfes glauben zu wissen, was mit ihm geschehen soll.
Mit dieser kurzen Inhaltsangabe bin ich zwar nicht ganz zufrieden und sie ist ein klitzekleines bisschen aus der IMDB geklaut, aber ich habe im Moment keine große Lust mich zu lange mit dem Film zu befassen.
Er hat mir auch wieder ganz gut gefallen, weil wieder einmal, wie schon bei “Das Fenster zum Hof“, munter drauflos gezweifelt werden darf, wie die ganze Sache nun ausgehen wird. Der Film ist allerdings eine Komödie und wirkt dadurch natürlich völlig anders. Dadurch, dass es um einen Toten geht, der übrigens mit Perfektion von einem gewissen Philip Truex gespielt wird ;), ist der Humor ziemlich schwarz gefärbt. Nette Sache, finde ich, aber vielleicht nichts für radikale Christen.
Wirklich vom Sofa gerissen hat er mich zwar ehrlich gesagt nicht, aber als abschließendes Urteil kann ich ihm ruhigen Gewissens ein “gute Unterhaltung” vergeben.
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