Nur ungern möchte ich jetzt krank werden, aber ich spüre seit heute ein fieses Kratzen im Hals. So als ob der Hals innen ganz trocken ist. Trinken bringt aber nichts. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal krank gewesen bin. Es muss irgendwann vor dem Abitur das letzte Mal gewesen sein. Vielleicht sogar noch früher.
Vielleicht wird es ja auch wieder besser. Ich glaube daran, dass es hilft leichte Krankheiten zu vermeiden, wenn man in gewisser Weise psychisch dagegen ankämpft. Sich also einredet, die Krankheit könne nicht gewinnen. Hoffentlich klappt das auch diesmal.
Update: Leider hat es diesmal nicht geklappt. Ich habe jetzt irgendwas virulentes. Gestern ging es mir recht dreckig, aber heute morgen ist es schon ein ganzes Stück besser. Ich kann sogar wieder einigermaßen durch die Nase atmen.
Gestern war ich auf einem chinesischen Frühlingsfest und das war irgendwie…anders. Die Auffälligkeiten:
- Die Feier ging schon recht früh los. Wir sind um halb zehn da gewesen, glaube ich und das Fest war schon ziemlich im Gange.
- Eigentlich dachten wir, dass es so wie “deutsche” Partys aussehen würde. Also Rumstehen und Bier trinken.
Aber so war es nicht, denn vorne im Raum war eine Bühne, auf der eine Comedy-Sache aufgeführt wurde. Leider konnten wir da nichts verstehen, aber selbst die Chinesen hatten ihre Probleme. Bier wurde aber getrunken. Und zwar von allen, also nicht nur von den Kerlen.
- Es herrschte wohl offiziell Rauchverbot! Das ändert zwar nichts daran, dass sich später niemand mehr dran gehalten hat, aber auffällig ist es allemal.
- Es gab Essen. Und zwar etwas irre genial schmeckendes, von dem ich bis jetzt nicht weiß, was genau es eigentlich war. Dazu kommt, dass es sogar für uns kostenlos war. Ich habe erst irgendeinen Gutschein (den ich natürlich nicht lesen konnte) zugesteckt bekommen und später haben die Chinesen ihre Kontakte spielen lassen um das Essen zu besorgen.
- Ab 23 Uhr begann dann die Musik. Also das, was man unter “Disco” versteht. Zu den größten Hits von Aqua tanzten und sprangen erstmal nur weibliche Chinesinnen und führten auch noch eine Polonaise vor (bei der ich mich übrigens noch beteiligen musste ;)) Die Typen hielten sich ein wenig zurück. Grund mag die gar schreckliche Musik gewesen sein, die sich im Laufe des Abends auch nicht mehr änderte. Später tanzten dann auch die Männer, aber ich würde schon sagen, dass die Überzahl immer noch Frauen waren.
- So früh das Fest angefangen hat, ging ihm dann auch die Luft aus. Schon gegen zwölf leerte sich der Raum so langsam und wir zogen auch von dannen. Prinzipiell finde ich das aber sogar besser. Feiern, die um halb zwölf beginnen und dann bis drei oder vier Uhr morgens gehen, sind irgendwie… ermüdend.
- Was jetzt vom Gefühl her für mich ganz besonders interessant war, war die schlichte Tatsache, dass da nunmal fast nur Chinesen waren, also ein erster Eindruck davon, wie es in China sein könnte. Klar, die Chinesen hier können alle sehr gut bis mittelmäßig Deutsch, es fehlt also die Notwendigkeit (okay, bisher natürlich auch die Fähigkeit) sich mit ihnen in ihrer Sprache zu verständigen. Naja, jedenfalls verfiel ich schon hin und wieder in Gedanken über die Zukunft und so.
Ich will mal versuchen Jonglieren mit drei Bällen zu lernen. Dafür habe ich mir vor wenigen Tagen drei solcher Jonglierbälle gekauft. Tomaten und Mandarinen sind nämlich nicht sonderlich geeignet. Anfangs zumindest nicht.

An sich könnte man sicher auch Sinnvolleres mit seiner Zeit anfangen, aber irgendwie ist die ganze Sache doch recht entspannend und eine gute Abwechslung zu Büchern und Schriftzeichen. Außerdem ist das, wenn man es richtig gut kann, ganz sicher der Hit auf jeder Party (Bierflaschen jonglieren z.B.).
Nach kurzer Ubüngszeit kann ich auch schon fünf bis sechsmal werfen. Ist also gar nicht mal so schwierig.
Weil es jeder macht, muss ich auch mal meinen subjektiven Senf dazu abgeben.
Ich bin gegen allgemeine Studiengebühren, weil ich nicht erwarte, dass das Geld vollständig an die Hochschulen gehen wird. Selbst wenn das aber passiert, glaube ich nicht, dass sich dadurch dann allzu schnell Verbesserungen ergeben werden. Die Hochschulen werden weiterhin überfüllt sein, da niemand, der jetzt bereits studiert, mit Einführung von Gebühren sofort aufhört. Viel eher werden sich Leute Nebenjobs anschaffen, die dann ihr Studium eher verlängern, als es zu verkürzen.
Eine gute Sache wäre es, wenn mehr Dozenten eingestellt würden, um das Verhältnis zwischen Studentenzahl und Dozentenzahl zu verringern. Aber auch das wird nicht sofort passieren, denn mehr Dozenten erfordern auch mehr Räumlichkeiten, in denen sie unterrichten und ein Ausbau einer Hochschule beansprucht nun mal seine Zeit. Unsere Bibliothek wird schon seit Ewigkeiten renoviert und ein Ende ist nicht in Sicht… Dazu kommt, dass man nicht einmal sieht, was da nun eigentlich genau dran gemacht wird. Einzig fällt auf, dass Bücher umgestellt werden, die man dann nicht mehr findet.
Da ich in dieser Sache momentan nur eigensinnig denken kann, ist mir auch herzlich egal, ob sich in fünf Jahren etwas verbessert, weil dann mein Studium womöglich schon vorbei ist. Hochwertige Technik in Unis interessiert mich auch nicht, weil ich Fächer studiere, die so etwas nicht erfordern.
Inhalt: Carlito Brigante versucht nach einem abgesessenen Gefängnisaufenthalt aus den kriminellen Geschäften auszusteigen, doch seine alten Kontakte machen ihm dieses Vorhaben schwer.
Dieser Film ist der beste Mafia-Film, den ich bisher gesehen habe. Brian de Palma schafft es in jeder Situation die richtige Stimmung perfekt rüberzubringen und baut eine Spannung auf, die einen einfach nur umhaut. Die Atmosphäre wird zusätzlich durch die wirklich geniale Musik unterstützt.
Da stimmt einfach alles.
Im Zuge der allgemeinen Bildung hier ein paar Informationen zu einem zu Unrecht unbekannteren Land: Burma, oder wie es auch heißt: Myanmar.
Burma wurde zu Recht von Condi Rice als einer der “Vorposten der Tyrannei” bezeichnet. Bereits seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1948 herrscht dort Bürgerkrieg. Akteure sind die unzähligen ethnischen Minderheiten, die zusammen immerhin ein Drittel der Bevölkerung ausmachen. Das Land ist stark zersplittert in die Gebiete dieser Minderheiten, die lange Zeit auf Unabhängigkeit oder Föderalismus pochten und dieses zum Teil immer noch tun.
Auf der anderen Seite herrscht in Burma bereits seit 1962 ein Militärregime, das die Minderheiten brutal unterdrückt und die Einheit Burmas hinter dem eigenen Machterhalt als zweithöchstes Ziel ansieht. Völlig inkonsequent ist dabei das Verhalten der Regierung, die mit den meisten Widerstandgruppen Waffenstillstände abgeschlossen hat. Den Gruppen wird dabei das Recht eingeräumt, weiterhin Waffen zu tragen und Autorität in dem von ihnen beherrschten Gebiet auszuüben. Die Regierung verzichtet hier freiwillig auf ihr Gewaltmonopol. Als Konsequenz ergibt sich, dass Burma zu einem der größten Opiumproduzenten der Welt geworden ist. Drogen sind eine wichtige Einnahmequelle der Widerstandsgruppen.
Nach großen politischem Druck ließ die Regierung im Jahr 1990 demokratische Wahlen zu. Was sie nicht erwartet hat ist, dass sie diese Wahl verlieren würde. Was tut man in solch einem Fall? – Man erkennt die Wahl einfach nicht an. So wurde es schließlich auch gemacht.
Ich finde, was die weltweite Demokratisierung angeht, sollte man Burma nicht vergessen. Und Condoleezza Rice hat einen ersten Schritt getan.
Mehr dazu: de.wikipedia.org/wiki/Burma
« Zuklappen
Warum kommt nicht einmal mehr Southpark? ZUR HÖLLE MIT VIVA!
In tiefer Trauer hier noch ein Video (MOV, 3,2 MB).
Kommentare