Archiv für Februar 2005 Page 2 of 2



Wachstum -> Arbeitsplätze

Die oft genannte Kausalität zwischen Wachstum und der Anzahl an freien Arbeitsplätzen existiert offensichtlich nicht, wie man an einigen aktuellen Beispielen sehen kann. Mal sehen wie lange dieses trotzdem noch von Politikern und Wirtschaftswissenschaftlern ohne Einschränkung behauptet wird. Ich schätze den Wert von Einer Ewigkeit.

Der PC wird dreißig

Beim Metablocker habe ich gelesen, dass der PC nun dreißig Jahre alt geworden ist. Herzlichen Glückwunsch! Es wird auf einen Artikel der Welt verwiesen, der meiner Meinung ganz nett ist:

PCs von heute sind anders. Sie sind fast genauso leicht zu bedienen wie ein CD-Player oder ein Toaster. Und je leichter sie zu bedienen sind, desto weniger werden wir noch darüber reden. Wie der Fernseher, von dem heute auch keiner mehr spricht, wird er aus der Wahrnehmung herausfallen und unsichtbar werden, weil er weniger eine Maschine, sondern in erster Linie ein Medium ist.

Da kann ich allerdings nicht ganz zustimmen. Wurmplagen und Viren zeigen, dass Computer alles andere als leicht zu bedienen sind. Gefahren lauern überall und all diese zu beherrschen ist deutlich schwieriger als Toast in den Toaster zu schieben oder durch die Fernsehprogramme zu schalten. Dennoch glaube ich sehr wohl, dass die Vereinfachung immer stärker zunimmt und man sich vielleicht auch schon bald überhaupt nicht mehr um die Details der Administration kümmern muss. Allerdings bedeutet Vereinfachung auch oftmals Einschränkung der Möglichkeiten. Ist ein PC, der nur DVDs abspielen, mit dem man Fernsehen gucken kann und der Musik abspielt, dafür aber keinen Aufwand in der Bedienung mehr benötigt, noch ein PC im eigentlichen Sinne? Ich denke nicht.

Sehr sinnig finde ich das Ende des Artikels:

Spätestens hier könne man meinen, daß Medienkompetenz jeder Form von Bildung den Rang abläuft. Aber das ist falsch. Es gibt keine computertechnische Lösung für das Problem der Vermittlung und Aneignung von Wissen. Gerade das Beispiel Schule und die damit verbundenen Ergebnisse der PISA-Studie zeigen, daß Computer und Internet in der Schule nur ein Anfang sein können. Schülern mangelt es in der Regel nicht an der Fähigkeit, mit den neuen Techniken umzugehen. Es mangelt ihnen an klassischen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Ja, der Computer und das Internet können hier nichts ersetzen, sondern höchstens ein wenig vereinfachen und die Möglichkeiten bieten um Lese-, Schreib- und Denkfähigkeiten anzuwenden und zu verbessern.

Übersongs

Nach langer musikalischer Abstinenz, was Neues angeht und einer Playlist, die mir schon aus den Ohren herauskam, habe ich nun wieder neues Material gesichtet.

Hier einfach mal die Lieder, die ich momentan vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche rauf und runter hören könnte und tue:

  • Chemical Brothers – The Big Jump (fängt ein bisschen komisch an, zieht aber dann stark an)
  • The Postal Service – Such Great Heights (das Lied mit dem schönsten Anfang seit “Every Breath you take”?)
  • Interpol – Evil
  • Interpol – Slow Hands
  • Green Day – Boulevard of broken Dreams (vielleicht sollte ich doch mal in das aktuelle Album reinhören…)
  • Bloc Party – Helicopter
  • Bloc Party – Banquet (Der Sarah Kuttner-Show sei dank.)
  • And you will know us by the Trail of Dead – Worlds Apart (das ist das ganze Album – einzelnen Songs da rauszunehmen, wäre Ketzerei)

Interpol wurde mir vom Audioscrobbler empfohlen und ich habe sie für herausragend befunden.

[Dieser Artikel kann als Empfehlung betrachtet werden, sich all das auch anzuhören.]

Neuigkeiten

Ich habe hier mal die Schriftfamilie verändert. Schrift und Zeilenabstand sind nun kleiner, ich möchte fast sagen “besser lesbar”. Zumindest was meinen Geschmack angeht. Dadurch erscheinen die Texte dann auch kürzer, was vielleicht eher zum Lesen motiviert. ;)

Außerdem habe ich die “My Image Gallery” nach recht kurzer Nutzungszeit entsorgt und durch die TFT-Gallery ersetzt. Mig war einfach zu spartanisch. Mit der neuen muss ich nun wenigstens nicht auch noch mit einem Script Thumbnails selbst erzeugen. Das tut diese automatisch. Vielleicht mache ich jetzt auch mal wieder mehr Fotos, denn wenn man immer so einen Aufwand danach erwartet, schreckt das geradezu ab die Kamera mal irgendwohin mitzunehmen.

Rolltreppenwerbung

Diese beiden Herren (links und mittig) wurden von ihrer Firma direkt an die Rolltreppe (“Rollband”? “Rollweg”? – Ach, scheißegal.) vom Kaufland nach unten gestellt:

Kreditkartenheinis

Jeder, der irgendwie eingermaßen jugendlich aussieht, fährt direkt in die Arme der beiden, egal ob er sich nun für Kreditkarten interessiert, oder nicht. Ausweichen ist nur durch Herunterspringen von der Rolltreppe möglich. Auch ich wurde schon angequatscht, allerdings ist das ein paar Monate her, aber ich erkannte heute zumindest einen der Typen wieder. Man wollte mir damals eine Kreditkarte extra für Studenten mit Vorteilen hier und Vorteilen da andrehen. Will ich aber nicht. Möge diese Firma doch bitte untergehen.

Schlüsselqualifikationen

Aus dem Newsletter meiner ehemaligen Schule:

SINZIGER ABITURIENTEN LERNTEN FÜHRUNGSKOMPETENZ

Schon der Titel könnte als Witz durchgehen.

Die “Trainingstage” sind inzwischen jedem Schüler des Rhein-Gymnasiums Sinzig zu einer vertrauten Institution geworden. In einem jährlich dreitägigen Kurs erwerben die Klassen 5 bis 13 Schlüsselqualifikationen, die sie für das Bestehen in der heutigen Berufswelt fit machen. Kommunikationstraining und Visualisierungstechniken gehören ebenso dazu wie Methoden der Informationsbeschaffung und ­-verarbeitung. Schulleiter Dieter Lehmann: “Im Laufe des Schuljahres werden dann die erworbenen Fähigkeiten weiter trainiert, um eine Langzeitwirkung zu erzielen.”

Dass ich nicht lache. Ich habe das Gefühl Präsentationen zu erstellen lerne ich jetzt erst an der Uni. Klar, das gab es auch schon im Gymnasium, aber da wurde dann ein bisschen Gekrakel auf einem Stück Pappe und ein paar aufgeklebte Bildchen freundlich abgenickt. Das waren keine Präsentationen, sondern Kinderkram. Und ganz ehrlich: Wir haben, auch wenn es natürlich kein Schüler gerne macht, viel zu wenig Referate gehalten. Als Vorbereitung für die Hochschule, als was sich das Gymnasium versteht, war das ungenügend.

Und in den oben erwähnten drei Tagen lernt man nun wirklich fast gar nix. Diese Kommunikationstage, oder wie das hieß, empfinden Schüler schlichtweg als nervig. Da will niemand etwas lernen, sondern den Mist einfach nur überstehen, ohne allzuviel tun zu müssen. Daran ändert sich auch nichts, wenn man den Kram in tolle Begriffe, wie “Kommunikationstraining” (kommuniziert wird nur zwischen den Schülern) und “Visualisierungstechniken” (mit Edding auf Pappe malen) verpackt.

Und Informationsbeschaffung haben wir wirklich niemals gemacht. Das ist zwar mangels Bibliothek auch nicht einfach zu gestalten, aber so tun als würde das vermittelt braucht das Rhein-Gymnasium nun wirklich nicht. Was sie mittlerweile mit dem Internet anfangen weiß ich nicht. Zu meiner Zeit wurde aber nicht erklärt, wie man z.B. eine Suchmaschine richtig bedient. Das klingt zwar banal, aber viele können es wirklich nicht und es gehört in jedem Fall zu “Informationsbeschaffung” dazu.

Erwachsen sein

[...] Eine Untersuchung der Schlafgewohnheiten von 25 000 Deutschen und Schweizern hat ergeben, dass Heranwachsende ihre Schlafphasen immer tiefer in die Nacht verlegen – ab einem bestimmten Alter aber verabschieden sie sich vom Nachteulen-Dasein, sogar an den Wochenenden. Dieser Punkt, meint Roenneberg, markiere den Eintritt ins Erwachsenenalter. Für Frauen liegt er bei 19,5, für Männer bei 20,9 Jahren.

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,339236,00.html

Seid ihr danach erwachsen? Für mich kann ich das nicht so genau beurteilen. Es kommt halt irgendwie auf den Tag, den Müdigkeitsgrad und vielleicht danach, was man unternehmen könnte oder was im Fernsehen kommt an. Aber auf das Alter…? Ich kann mich nicht erinnern, dass sich an meinen Schlafgewohnheiten in den letzten Jahren viel verändert hätte. :???: