Hotel Ruanda

Inhalt: Die wahre Geschichte von Paul Rusesabagina, der während des Völkermordes in Ruanda über Tausend Tutsis in seinem Hotel unterbrachte, um deren Leben zu retten.

In der IMDB wird der Film in den Himmel gelobt. Ganz nett und einigermaßen beeindruckend war er ja schon, aber für meinen Geschmack über weite Strecken auch etwas schleppend. Da hätte ich mir mehr erwartet. Bei mir kommt dann zusätzlich dazu, dass mir bei “wahren Geschichten” immer wieder die Gedanken kommen “Moment, war es nun wirklich so, oder ist das jetzt gerade cineastische Kreativität?”, was natürlich problematisch ist und sicher eher mein Problem, als eines des Films ist. Mir ist völlig klar, wie großartig Rusesabaginas Taten waren, aber mir kommt es bei dieser Darstellung der Ereignisse aus der Sicht des Guten immer so vor, als würde dadurch das Ausmaß des Schreckens abgemildert. Das mag vielleicht schwachsinnig klingen, aber vielleicht versteht ja irgendjemand, was ich damit meine. :) Aus dem gleichen Grund konnte ich auch nicht besonders viel mit “Schindlers Liste” anfangen. Allerdings sollte ich mir diesen doch nochmal ansehen. Das ist nämlich nun schon einige Jahre her.

Naja, jedenfalls habe ich vor ca. einem knappen Jahr eine Dokumentation über die Ereignisse in Ruanda gesehen. Dabei hat unter anderem auch der damalige Oberkommandierende der UN-Blauhelmtruppen, Roméo Dallaire, gesprochen und das Scheitern der Mission aus seiner Sicht beschrieben. Diese Dokumentation hat mich wirklich umgehauen. Wahrscheinlich weil einem dabei die Realität doch noch ein ganzes Stück näher ist als bei einem Kinofilm.

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