Aus der Wenlin-Hilfe:
Don’t be afraid to click anything you see. If anything goes wrong, it’s not your fault. All computer programs are pretty terrible and this one’s no exception. Hopefully, the technicalities will fade into the background, and you may enjoy learning some beautiful Chinese characters.
Nett.
Wenlin ist übrigens das beste Stück Software, das jemals programmiert wurde. Also für Sinologisten jetzt, mein ich.
Es gibt seit gestern eine neue Sat1-Sendung, die da heißt: “Frauenhelden – Machos in der Sackgasse”. Und darum geht es: Vier coole Typen sollen innerhalb von fünf Dates mit fünf selbstgewählten, aber unbekannten Frauen diesen die Worte “Ich liebe dich.” entlocken. Was die Männer aber nicht wissen ist, dass die Frauen alle Schauspielerinnen sind und die Anweisung haben, eben nicht auf die Männer “hereinzufallen”. Also alles sehr ähnlich dem “Dicken, peinlichen Verliebten”.
Aufgrund von Forschungszwecken muss ich mir diese Show nun immer reinziehen. Was mir aufgefallen ist:
Also zunächst mal muss ich sagen, dass mir alle vier Typen sehr viel sympathischer sind als jede einzelne von den Frauen. Aus patriotischen Gründen (selbst ein Mann!) kann ich es einfach nicht akzeptieren, wie hier andere Kerle gnadenlos von irgendwelchen Frauen verarscht werden sollen und den offensichtlich für dumm gehaltenen Zuschauern weis gemacht werden soll, dass Machos ja ach so keine Chance bei den superintelligenten, echt obertoughen Frauen haben. Der Witz an der ganzen Sache ist für mich nun: In der Realität ist es genau andersherum. Meine These…ach was, These – Die Realität sieht nämlich so aus, dass genau dieselben Frauen, die jetzt hier den Kerlen alles vermasseln sollen, auf genau dieselben Typen gandenlos abfahren würden.
So, nach diesem Vorgeplänkel jetzt konkret zur Sendung und vor allem zu den unterschiedlichen Männertypen.
- Carsten: Er ist der Bad Boy unter den Vieren und sagt selbst, man müsse nicht immer Gentleman sein, sondern ruhig mal einen lockeren Spruch bringen, um die Frauen ein bisschen zu verarschen. Carsten ist echt lustig drauf und scheint mir ein super netter Kerl zu sein. Seine Taktik ist genau die richtige, wenn man sich nach der Theorie ™ richtet. Im richtigen Leben hätte er meiner Meinung nach die größten Chancen, zu gewinnen.
Im ersten Date ist er mit seiner Angetrauten auf einem Eisblock eine Wiese runtergerutscht. Geil!
Seine Alte sagte nachher, sie sei enttäuscht von ihm, dass er ja so Probleme hatte, den Eisblock immer wieder hochzuschleppen, aber das ist natürlich Blödsinn. Auf den Bildern sah es ganz danach aus, dass beide richtig Spaß dabei hatten.
- Oliver: Ein echter Geschäftsmanntyp. Super spießig und will mit “guten Manieren” punkten. Allerdings sagt er, man könne ruhig mal ein bisschen lügen, um der Frau zu imponieren. Erschien mir anfangs als total arrogantes, humorloses Arschloch, aber wie man am Ende sehen konnte, war das nur durch die richtige Szenenauswahl von Sat1 schon in diese Richtung gedeichselt. In der letzten Szene aber redet er mit den anderen Männern und beweist, dass er echt Humor hat und selbstironisch ist. Seine Taktik hingegen halte ich für nicht erfolgreich und moralisch auch nicht ganz okay.
Zum Date ist er mit seiner Frau im Hubschrauber auf eine kleine Insel (?) geflogen, um dort zu picknicken. Ziemlich doof, finde ich.
- Aleksander: Hält sich selbst für einen “Frauenbeglücker”, meint, er hätte Charme und könnte durch seinen tollen Körper imponieren. Sagt, man müsse der Frau auch direkt sagen, was Sache ist. Wenn man sie dabei verletzt, kann das schonmal vorkommen. Aleksander ist echt die Bombe. Er ist sicherlich nicht gerade der Schlauste und sieht nun auch nicht so doll aus, wie er behauptet. Außerdem hat er eine quäksende Stimme. Aleksander konnte, obwohl er schon immer in Berlin wohnt, nicht erkennen, dass das Gebäude vor ihm der Palast der Republik ist. Auf jeden Fall hält er sich aber für den Allergrößten und glaubt, er hätte das Spiel eh schon gewonnen und seine Auserwählte sei ja schon jetzt “total verliebt”. Seine Taktik ist bei ein wenig zurückgebliebenen Frauen im echten Leben sicherlich der Bringer, aber genrell wohl aufgrund seiner chronischen Dummheit nicht der Hit.
Im ersten Date hat er sie erst beim Billiard Spielen zuschauen lassen und ist danach mit ihr in seinem tollen Auto durch die Gegend gefahren. Langweilig und echt proletenmäßig!
- Deb^HDejan: Er liest gerne Frauenzeitschriften, um sich für Gespräche mit Frauen zu bilden. Seiner Meinung nach sind die Augen das Wichtigste Mittel, um Frauen rumzukriegen. Dejan ist echt sympathisch und auch ganz lustig drauf. Er versucht es mit der charmaten Art und hat wohl bisher auch den größten Erfolg damit. Sat1 will aber eh demonstrieren, dass ja die charmante, nette Art noch am besten sein soll und zeigt die Dinge dementsprechend. Die Realität sieht anders aus, aber gut, da muss man durch.
Zum ersten Date hat er sein Mädel zum Essen ausgeführt: In eine Pommes-Bude. Das ist auf jeden Fall schonmal richtig cool! Sat1 hat dann zwar mit bissigen Kommentaren sagen wollen: “Das darf doch auch etwas teurer sein, du Geizhals!”, aber es muss klar sein, dass das genau richtig war. Dummerweise ist Dejan dann aber eingebrochen, als der LTTE-Mann mit den Rosen vorbei kam. 26 Stück hat er ihm für 30€ oder so ähnlich abgekauft! Das geht nicht! Niemand lässt sich gerne kaufen. Aber im Fernsehen ist es halt genau andersherum.
Insgesamt eine ganz interessante Sendung. Natürlich wäre es wesentlich toller, wenn man nicht schon wüsste, wie alles ausgeht. Naja, ein kleiner Hoffnungsschimmer ist bei mir noch vorhanden, dass doch noch alles ganz anders kommt als erwartet. Ich guck das jetzt auf jeden Fall regelmäßig.
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Heute bin ich zufällig auf etwas gestoßen, was mir völlig neu ist, aber doch spontan absolut cool vorkommt: Interrail. Das ist ein Zugticket, das für ganz Europa und auch darüber hinaus gilt. Das ganze kostet zwischen 195 und 385€, je nachdem in welche Länder man überall hin will. Innerhalb einer Zeit von 16 Tagen bis hin zu einem Monat kann man so zahlreiche Länder per Zug kennen lernen. Da das Ticket innerhalb einer (oder eben mehrer) kompletten Zone gilt, kann man spontan auch an Orte fahren, die man vorher noch gar nicht in Betracht gezogen hatte. Das Ganze wird natürlich dann zur Rucksacktour und wäre damit bestimmt genau mein Ding. Also zumindest theoretisch. Bisher habe ich leider noch keine Erfahrung, was Rucksackreisen angeht, stelle es mir aber wirklich spannend vor.
Ich überlege jetzt schon, sowas sogar noch in diesen Semesterferien mal zu machen. Sind ja noch fast zwei Monate. Eine Zone würde erstmal reichen und das Ganze sollte auf EU-Gebiet stattfinden. Das Ziel ist mir dabei fast egal. Benelux und Frankreich sowie die neuen EU-Länder sind aber wahrscheinlich organisatorisch gesehen am einfachsten zu meistern. Gut wäre aber, wenn ich da noch einen Reisepartner finden würde, der/die mitkommt und am besten sowas ähnliches schonmal gemacht hat. Daran könnte es womöglich scheitern. Klar reisen viele auch einfach alleine los, aber das könnte ohne Erfahrung bestimmt auch schief gehen oder zumindest nicht so toll werden.
Mal schauen.
Die Bundestagswahl rückt näher und in Zeiten des Wechselwählens muss man sich nunmal an jeden Strohhalm klammern, wenn man sich irgendwann doch mal festlegen möchte. Hier war in der Vergangenheit immer der Wahl-O-Mat eine recht sichere Bank. Es gibt aber auch noch eine Alternative: Den Kand-O-Mat.
Problem dabei ist, dass die Intention sicherlich darin liegt, die Kandidaten nach Attraktivität auf ihren Bildern zu bewerten, aber man ja eigentlich die meisten eh kennt und deshalb gerade nicht danach bewertet. Auch wenn Würfeln wahrscheinlich genauso hilft, die passende Partei zu finden, hier meine Ergebnisse:
Die Kandidaten:
1 Edelgard Bulmahn, SPD
2 Renate Elly Künast, Bündnis90/DIE GRÜNEN
3 Dr. Wolfgang Schäuble CDU
4 Michael Glos, CSU
5 Gerhard Schröder, SPD
6 Dr. Ursula Von der Leyen, CDU
7 Wolfgang Clement, SPD
8 Joseph Fischer, Bündnis90/DIE GRÜNEN
9 Dr. Wolfgang Gerhardt, FDP
10 Gerda Hasselfeldt, CSU
11 Dr. Peter Paziorek, CDU
12 Dr. Annette Schavan, CDU
Bunt gemischt. Schön. Edelgard und Elly gehören aber schon länger zu meinen Lieblingspolitikerinnen. Klar, dass die weit vorne landen würden.
Die Parteien:
1 Bündnis90/DIE GRÜNEN
2 FDP
3 CSU
4 SPD
5 parteilos
6 CDU
Grüne soll ich also wählen. Naja, mal gucken. Ich würfele wohl doch besser nochmal zur endgültigen Entscheidung.
Gerade fällt mir noch auf, dass die Kandidaten der Linkspartei gar nicht dabei sind. Dann ist das alles ja noch weniger aussagekräftig.
Ich wurde ins zweite Türenwerk versetzt, weil man meine wertvolle Arbeitskraft im ersten nicht mehr brauchte. Heute, am ersten Tag dort, musste ich acht Stunden lang Löcher und Risse in Holzbrettern zuspachteln. Das geeignete Mittel dazu ist dieses Knetholz und der süßliche Geruch davon hängt mir immer noch in der Nase.

(Quelle: hkgwww03.haefele.de/de/produkte/produkt-katalog/bilder/F007.38.011.jpg)
Ich vermute, wenn man diese eintönige Arbeit über einen längeren Zeitraum macht, dreht man irgendwann durch. Aber gut, ich wollte ja schon immer mal Fließbandarbeit machen. Das ist fast welche. Nur das Fließband fehlt halt. Passend zur offensichtlich nicht endenden Zeit der Industrialisierung hat der Spiegel heute gleich mal etwas zu Karl Marx und dem Kommunismus zum Titel. Wenn demnächst mal wieder Revolution ist, bin ich jedenfalls dabei.
Update 23.08.: Heute hatte ich dann mein Fließband. Immer die gleichen Türrahmenteile aus einer Maschine mit einem Kollegen auf einer Palette stapeln. Und das aber immer im Takt der Maschine (ca. 5 Sek. für ein solches Teil). Auf den überflüssigen Hinweis meinerseits, dass das an Eintönigkeit wohl nicht mehr zu übertreffen sei, meinte der Kollege: “Ja, das ist schlimmer als richtige [körperliche] Arbeit. Aber die Zeit vergeht.” Stimmt, sogar das mit der Zeit. 700 Stück passen auf eine Palette und zwischendrin hat man halt keine Zeit, auf die Uhr zu gucken.
Zeit zum darüber nachdenken hatte ich aber trotzdem genug und meine These ist, dass das Problem erstens am immer gleichen Takt und natürlich den immer gleichen Bewegungen liegt, aber zweitens auch an den völlig fehlenden Entscheidungen, die man treffen könnte. Wenn ein Loch im Holz ist und ich das ausbessern soll, muss ich wenigstens für einen kurzem Moment nachdenken, wie das am besten zu erledigen ist. Je nach Art des Fehlers muss man unterschiedlich handeln. Hier fehlt das aber und man wird zur reinen Maschine degradiert. Nur dass eine richtige Maschine wahrscheinlich nur teurer ist als man selbst. Beängstigend.
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