Archiv für Oktober 2005

Gesundheit

Aus der Reihe “Schluss mit Meckerei”:

Heute und letzte Woche war ich bei insgesamt drei Ärzten (Haus-, Zahn-, Haut-) und musste dafür gerade mal 10€ bezahlen und insgesamt bestimmt nicht länger als eine halbe Stunde warten. Heute ging es sogar schnell, obwohl ich nicht einmal einen Termin hatte. Okay, mir wurde eine nicht kassengedeckte Leistung im Wert von immerhin 50€ empfohlen, aber da hätte ich ja auch Nein sagen können. Ein Hoch auf das deutsche Gesundheitssystem!

Trotzdem verwunderlich, dass meine Mutter für die Grippeimpfung (ja, die normale Grippe) Praxisgebühr zahlen musste, ich aber nicht.

Der Untergang

Kennt ihr diese Situation, dass man etwas sieht und sich ganz fest eine eigene Meinung dazu bilden will, aber genau das einfach nicht funktioniert? So war es auch beim gestern und vorgestern bei der ARD ausgestrahlten “Der Untergang”. Den Besuch im Kino hatte ich mir aus NS-Überdruss vor noch nicht allzu langer Zeit einfach mal gespart, aber mittlerweile geht es ja wieder und so schaute ich mir die beiden Teile an.

Der Film berührte mich aber aus zunächst nicht ganz greifbaren Gründen überhaupt nicht. Zwar war ich nicht etwa gelangweilt, aber irgendwie erwartet man doch bei solch einem Thema Schrecken, Schock und Ungläubigkeit. Beim Pianisten, der vor kurzem schon kam, stockte mir mehrfach der Atem ob der gezeigten Szenen. Beim Untergang hingegen überhaupt nichts davon und das, obwohl auch dieser zahlreiche brutale Szenen aufgefahren hat.

Wie kommt es nun aber dazu? Ich denke, der Untergang konnte (zumindest bei mir) keine Verbindung zwischen dieser offensichtlichen Brutalität und dem Nationalsozialismus in seiner Gesamtheit schaffen. Die Szenen haben viel eher den Charakter eines Actionfilms, gehen aber in keinster Weise in die Tiefe. Hier explodieren Granaten, viel Staub und Asche fliegt durch die Luft, dort erschießen sich fanatische NS-Anhänger, zu mehr als einer bloß allgemeinen Äußerung wie “Krieg ist die Hölle” führt das aber nicht.

Daneben fehlte es sämtlichen Charakteren (vielleicht bis auf Hitler selbst, aber den kennt man ja mittlerweile fast schon irgendwie) an Profil. Verschiedene Generäle tauchen mal hier mal da auf, tun dies, tun das; des Führers Gefolgschaft ist ungläubig, wagt aber keine Gegenmaßnahmen. Das hat man alles nach einer viertel Stunde verstanden, nur leider zieht es sich durch den gesamten Rest des Films. Es sind zu viele Charaktere als dass einzelne hervortreten können und ich hatte starke Schwierigkeiten zu erfassen, wer nun eigentlich wer sein soll. Auch Traudl Junge ist weder Fisch noch Fleisch. Geht es nun um ihre Betrachtung der Dinge oder nicht? Wer steht im Mittelpunkt, Hitler oder sie? Ist sie nun naiv oder doch kritisch und überhaupt: Wenn sie gefehlt hätte, wäre dann überhaupt irgendetwas anders gewesen? Wird ein Charakter allein durch die entsprechende Besetzung automatisch wichtig oder erst durch eine sinnvolle Integration in die Handlung?

Schedule

Möchte jemand meinen neuen Stundenplan sehen? Ich schätze nicht, aber das ist ganz sicher kein Grund ihn nicht trotzdem zu posten!

Hier geht’s lang.

Proseminar-Anmeldung

Anmeldung

Für alle, denen diese Zahlen nichts sagen: Die bedeuten, dass irgendwie zu viele Leute studieren. (Der Anmeldevorgang läuft erst seit einer knappen Stunde…)

Why Chinese is so damn hard

Someone once said that learning Chinese is “a five-year lesson in humility”. I used to think this meant that at the end of five years you will have mastered Chinese and learned humility along the way. However, now having studied Chinese for over six years, I have concluded that actually the phrase means that after five years your Chinese will still be abysmal, but at least you will have thoroughly learned humility.

Aus www.pinyin.info/readings/texts/moser.html

Ein Text, zum Heulen wahr. Aber auch lustig. :)