Europa ist tot.
Das glaubt man zumindest, wenn man an einem Samstag Nachmittag durch das europäische Viertel von Luxemburg läuft.
In einer wahnsinnsspontanen Aktion bin ich heute einfach mal rübergefahren, um mir die Institutionen und die Stadt mal anzuschauen, weil das nach Vorlesungsbeginn wohl eh wieder nix wird. Zwar hat mich nicht allzu sehr überrascht, dass alle Gebäude zu waren, vielmehr war ich enttäuscht darüber, dass sonst überhaupt niemand da war, um sie sich von außen anzugucken. Es war schon geradezu unheimlich, muss ich sagen.
In der Stadt war aber einiges los und ich war wieder beruhigt, dass wohl doch irgendwie Menschen in diesem Land leben. Zum Gucken habe ich hier ein paar kommentierungswürdige Bilder. Alle Bilder sind an jener Stelle zu finden.

Das ist das Jean-Monnet-Gebäude, das von der Europäischen Kommission benutzt wird. Ich kann nicht sagen, was die Kommission dort macht und was die Unterschiede zum eigentlichen Sitz in Brüssel sind. Nun suche ich schon eine Weile im Internet, was denn dort drin eigentlich passiert, konnte aber nichts genaues finden. Seltsam.

Im Robert-Schumann-Gebäude ist das Generalsekretariat des Europäischen Parlaments. Das EU-Parlament sitzt in gleich drei Städten: Straßburg, Brüssel und eben Luxemburg. Eine umstrittene Situation, weil das die ganze Sache natürlich unnötig verkompliziert und Kosten steigert.

Sehr peinlich: Den supermächtigen Europäischen Gerichtshof habe ich überhaupt nicht fotografiert und musste dieses Bild deshalb von der Wikipedia klauen. Naja, was soll’s, das ist er jedenfalls.

Sehr verwirrend für Autofahrer: An Fußgängerampeln sind Zebrastreifen auf der Straße. Dort braucht man aber nicht anhalten, wenn man selbst Grün hat. An anderer Stelle blinkte ein Abbiegepfeil direkt neben einer Ampel gelb, während die Ampel selbst rot war. Darf man da nun abbiegen oder nicht? Ich hatte keine Ahnung und hielt vorsichtshalber.
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