Virus-Paradoxon

Durch intensives Philosophieren über Vogelgrippe und die Art, in der sich die Medien auf sowas draufstürzen, bin ich an einen Punkt gekommen, der mich etwas wunderte:

Ein Virus, das einen Vogel infiziert, der daraufhin an der Erkrankung stirbt, bringt sich ja selbst um. Das ist dumm.

Dann las ich folgenden Abschnitt auf der Plattform fürs schnelle Halbwissen:

Unabhängig von den bislang unentschiedenen Gesichtspunkten passen sich Viren im Laufe der Evolution einem speziellen Lebewesen oder auch mehreren Arten als seinem Wirt zunehmend an, um ihn nicht durch die Krankheitsfolgen zum eigenen Nachteil zu zerstören. Durch diese Anpassung wird die entsprechende Art zu seinem Reservoirwirt beziehungsweise Hauptwirt. Selbstverständlich hat ein Virus kein Interesse an dem Tod seines Reservoirwirts, denn es braucht ihn ja für seine Vermehrung. Die dennoch ausgelösten Erkrankungssymptome sind von diesen Viren im Grunde nicht beabsichtigt und eher als ein Unfall anzusehen.

Aha! Also ist das Vogelgrippevirus noch gar nicht richtig an den Vogel angepasst. Seltsam, dass man ihm dann überhaupt diesen Namen gibt. Jedenfalls sollte man das Virus nicht verteufeln und immer so schrecklich negativ beurteilen, denke ich. Schließlich macht es das alles nicht absichtlich. Es kann’s halt einfach noch nicht besser. Lasst es doch einfach in Ruhe!

1 Kommentar zu “Virus-Paradoxon”


  1. 1 Frank Kampmann

    Und was in der ganzen Diskussion noch gar nicht erörtert wurde ist der Vögel-Virus, den man(n) sich bei der gemeinen Bordsteinschwalbe holen kann…

    ;)

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