Dieser Film verdient es, dass ich etwas zu ihm schreibe, denn in der Werbung ist doch eher wenig davon in letzter Zeit zu hören gewesen. Im letzten Spiegel gibt es allerdings etwas dazu, was mich dann auch dazu brachte, doch noch mit reinzugehen. Zunächst dachte ich ja an einen klischeebeladenen Moralapostelfilm. Wenn es schon um Stasi und dann auch noch um Künstler geht… was will man da eigentlich erwarten? Aber da habe ich mich zum Glück getäuscht.
Im Film geht es um das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR. Hauptmann Gerd Wiesler wird darauf angesetzt den bekannten Schriftsteller Georg Dreymann in seiner Wohnung zu überwachen. Wiesler selbst ist von seiner Tätigkeit aber nicht unbeeinflusst und mehr und mehr wird er selbst zum Akteur.
Ganz besonders hat mir gefallen, dass die gesamte Geschichte perfekt durchdacht ist. Alles schließt sich am wirklich großartigen Ende zusammen und das ohne, dass man es vorausahnen könnte. Außerdem ist es dem Regisseur sehr gut gelungen, das MfS und seine Mitarbeiter eben gerade nicht völlig einseitig als durch und durch bösartig, sondern eben genauso mit verschiedenen Facetten darzustellen, wie sie auch die anderen Charaktere (insbesondere Christa-Maria Sieland, die von Martina Gedeck gespielt wird und die auch letztens erst in Elementarteilchen dabei war) haben.
Also ich empfehle jedem, den unbedingt zu sehen. Selbst wenn man so rein gar nichts mit der DDR am Hut hat. Der Einblick den man bei diesem Film gewinnt, ist endlich mal wieder ein ganz anderer. DDR war nunmal nicht nur Spreewaldgurken, Südfruchtknappheit und Pappautos. Das hier ist ernst.
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