Karl-Marx-Haus

Zusammen mit dem Seminar war ich heute im Karl-Marx-Haus. Durchaus peinlich: Ich wohne schon seit mehr als zwei Jahren hier und wusste nicht einmal, wie ich da von der Bushaltestelle “Karl-Marx-Haus” dort hin komme und musste doch tatsächlich einen Taxifahrer fragen.

Karl-Marx-Haus

Wir haben dann da eine zweistündige Führung gemacht, die im Prinzip durchaus interessant gestaltet war. Der zuständige Führer (sagt man das so?) hat recht lebendig vorgetragen und erklärt. Im Haus drinnen ist es aber unerträglich warm und deshalb eigentlich kaum zum aushalten. Und das, wo es heute zwar warm, aber noch nicht einmal wirklich heiß draußen ist. Inhaltlich gibt es schon ein paar witzige Anekdoten, z.B. in der Beziehung zwischen Marx und Engels und Marx’ finanziellen Schwierigkeiten.

Problematisch an der ganzen Sache finde ich aber, dass das Haus nunmal sowohl von außen, als auch von innen völlig unscheinbar ist. Dafür kann es sicher nichts, aber eine Gänsehaut läuft einem dadurch nun sicher nicht über den Rücken. Die Ausstellung an sich ist auch alles andere als spektakulär. Es gibt kaum Originalgegenstände, die etwas mit Marx zu tun haben, und fast alles baut sich nur aus Informationstafeln und hier und da mal aus einem Video auf.

Bei Wikipedia steht nun auch noch, dass die neue Ausstellung (zur Eröffnung 2005 war Franz Müntefering da) nun auch den Kommunismus in der Sowjetunion, Osteuropa und China berücksichtigt. Das, was ich dazu gesehen habe, war aber eher dürftig.

Insgesamt also eine Sache, die man nicht unbedingt besuchen muss. Ich werde natürlich auch niemandem verbieten, dieses zu tun. ;) Jedenfalls kann ich aber nun behaupten, schonmal im Karl-Marx-Haus gewesen zu sein. Nun fehlen nur noch Basilika, Amphitheater, Porta Nigra und Kaiserthermen, wo ich überall immer noch nicht drin, drauf oder dran war.

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