Angeblich ist das Musikfernsehen nun tot

Aus einem Artikel bei Spiegel Online:

Das klassische Musikfernsehen ist am Ende. Die neuen technischen Möglichkeiten haben den neuen Konsumenten geformt. Der harrt nicht vor dem Fernseher aus, sondern klickt sich sein Lieblings-Video im Internet an und lädt es auf seinen iPod. Der neue Konsument ist ein Mensch, der das Warten verlernt hat. Er stellt sich seine eigenen “Top of the Pops” zusammen.

Pah! Wenn man irgendwo überhaupt warten muss, dann ja wohl in Sachen Internet. Für Internetfernsehen ist DSL immer noch deutlich zu langsam. Ich bin ja nun nicht gerade der Typ, der gegen so modernes Internetzeugs ist, aber es braucht wirklich einiges, bis ich aktiv im Netz so etwas wie Musikvideos suche und dann auch noch in ihrer mangelhaften Qualität anschaue. Es gibt kaum zentrale Anlaufstellen dafür und wenn, dann sind sie unübersichtlich oder haben hohe technische Hürden in Form unterschiedlicher Videoformate oder Zwangsregistrierung. Außerdem geht auch nichts darüber Musikfernsehen nebenher laufen zu lassen und dann zufällig ein lange erwartetes Video zu sehen oder eines, wovon man gar nicht glaubte, dass es existiert. Selbst danach zu suchen ist schrecklich langweilig.

Überhaupt finde ich den gesamten Artikel ziemlich weit weg von der Realität. Eine weitere maßlose Überbewertung des Internet. Und das Ding hat es sogar in die Printausgabe geschafft. Ich bin enttäuscht.

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