Gib mir ‘ne Wand. Nur echt mit umgedrehtem Ausrufezeichen.
Wo ich derzeit hier Zeug in Kartons packe und unbekannte Ecken meiner Wohnung putze, brauche ich im Hintergrund dringend ultralaute Musik. Sonst würde ich sicher durchdrehen. Diese Platte hat mir heute bei diesen nervigen Tätigkeiten sehr geholfen. Beim ersten Hören dieser Scheibe dachte ich erst: “Irgendwie komisch-nervig.” Beim zweiten Mal: “…hat aber was.” Ab dem dritten Mal dann immer nur noch: “Cool!”
Allerdings glaube ich, muss man hier vorsichtig sein. Ich vermute, dieses Album spaltet die gemeinen Musikhörer in zwei Lager. Die einen finden es klasse, so wie ich, und die anderen hassen es. Und ein wenig kann ich Letztere sogar verstehen. Die Stimme des Sängers kann durchaus auf die Nerven gehen, die Instrumente werden in recht simpler Art und Weise benutzt und die Lieder sind schon beinahe übertrieben abwechslungsreich. Eigentlich ja eine Sache, die ich nicht richtig ausstehen kann. Mir sind einfache Strukturen, wo es vorne anfängt, wie es am Ende aufhört ja deutlich lieber. Seltsamerweise passen mir diese krassen Wechsel auf dieser Platte aber sogar sehr gut.
Es ist wie so häufig. Mir gefällt das Ding schlicht, weil es schnell und indie ist.
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