Heute musste ich meinen ersten HSK-Test (Hanyu Shuiping Kaoshi; ich würde ja gerne Wikipedia verlinken, aber die ist, wie bekannt sein dürfte, in China nicht erreichbar) machen. Erst hieß es, für mich gibt es nur einen kleinen, mündlichen Test, jetzt saß ich plötzlich im Hörsaal und sollte diese zweieinhalb Stunden lange Monsterprüfung machen. Echt toll.
Es hat mich dann auch nicht groß gewundert, dass ich kaum etwas sicher wusste und einen großen Teil per Intuition ausgefüllt oder sogar einfach geraten habe. Das geht bei diesem Test, weil er multiple-choice ist. Der HSK besteht aus drei Teilen, wovon der erste Hörverständnis, der zweite Grammatik und der dritte Leseverständnis abdecken soll. Einzig beim zweiten Teil war ich vermutlich einigermaßen gut, weil man Grammatik an der Uni Trier wirklich im Überfluss macht. Beim Hören habe ich eigentlich kaum etwas verstanden und für ein vernünftiges Leseverständnis fehlten mir zu viele Zeichen.
Viele haben den Test dann auch schon nach dem ersten Teil aus Verzweiflung abgegeben. Ich habe einfach mal versucht, alles durchzuarbeiten. Schon alleine diesen Test mal gemacht zu haben, lohnt sich vielleicht fürs nächste Mal. Morgen gibt es die Ergebnisse dieses schriftlichen HSKs und danach soll dann tatsächlich noch zusätzlich eine mündliche Prüfung stattfinden.
Nachmittags war dann noch “Physical Exam”, wobei ein Bus voll mit Ausländern zum Krankenhaus oder so etwas ähnlichem gefahren wurde und sich Leute unsere Unterlagen anschauten. Da ich diese nervenden Untersuchungen aber schon gemacht habe, hätte ich mich geweigert, mir hier nochmal Blut abnehmen zu lassen und womöglich sogar nochmal ge-X-rayt zu werden. Dazu kam es aber auch gar nicht. Nein, es wurde, nachdem ich meine Unterlagen vorzeigte, nur eine Gebühr von 60元 (= 6€) abkassiert und dann konnte ich mit dem Bus wieder zurückfahren. Nur fürs Bezahlen mussten wir so also über eine Stunde in einer Schlange warten. Super durchdacht.
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