Archiv für September 2007

CSLPod und Adsotrans

Schon früher habe ich Chinesepod gelobt. Die Lektionen sind witzig und interessant. Vor einiger Zeit habe ich etwas neues gefunden: CSLPod. Dieses kommt direkt aus Peking und ist im Gegensatz zu Chinesepod komplett in Chinesisch gehalten. Die Lektionen sind deutlich trockener und wirken manchmal eher wie das Ablaufprogramm eines KP-Parteitages. Aber ich übertreibe wieder. Eigentlich gab es sogar schon eine Lektion zu Online-Messengern. Es sind halt einfach die Moderatoren… naja.

Vom Niveau her ist CSLPod etwas seltsam. Es gibt Lektionen der Mittel- und der Oberstufe. Bei der Mittelstufe sind die Lektionstexte wirklich sehr einfach, der zugehörige Erläuterungstext dagegen hat meiner Meinung nach dann ein deutlich höheres Niveau, steht aber zum Glück direkt in Textform dabei. Die Oberstufentexte sind die Hölle. Es werden tagesaktuelle Nachrichten direkt aus der Zeitung vorgelesen. Beim ersten Hören verstehe ich meistens annähernd nichts. Aber es gibt eine Lösung für dieses Problem:

Öffnet man eine Lektion, wird der zugehörige Text gleich mit angegeben. Diesen markiert und kopiert man in www.adsotrans.com/new.html hinein und rückt auf “Adsotate!”.

Adsostate

Danach kann man mit der Maus über die Wörter fahren und sieht ihre Aussprache und Übersetzung. Wenn man sich nun erstmal so mit dem Text befasst und den Inhalt einigermaßen versteht, ist das nächste Hören gleich ganz anders.

Warum ist Apple eigentlich so geil?

Antworten auf diese Frage findet man überall im Internet. Und hier jetzt auch noch!

Zunächst einmal sieht er einfach viel erotischer aus als diese widerlichen Personal-Computer-Kisten. Die sind einfach sehr 90s. Dagegen schaut ein iMac aus wie die Zukunft und man könnte sich ihn auch problemlos im Raumschiff Enterprise z.B. vorstellen, wenn man nicht wüsste, dass die Armaturen da ja bereits wie das iPhone aussehen. Schaltet man iTunes mal eben mit der Stumm-Taste, die noch dazu nicht irgendwo, sondern auf der Tastatur liegt, stumm, merkt man, dass er kaum Geräusche von sich gibt. Dagegen hört sich die Kiste, die da hinten noch steht, an wie ein Triebwerk der… Enterprise. Die Alte meine ich.

Aber das sind nur Äußerlichkeiten. Der anständige Computernutzer legt auf sowas natürlich keinen Wert und schaut lieber auf das Innere des Rechners. Alles ist ziemlich bunt und man vermisst als abgespackter Linuxnutzer sofort erstmal die Konsole. Sie existiert zwar, aber man braucht sie nicht. Alles funktioniert einfach so! Ohne in Dateien rumzufummeln. Wie geht das bitte? Wer bei Apple weiß denn scheinbar immer genau, was für Menü-Optionen ICH nun brauche und platziert sie auch noch genau da, wo ich sie am ehesten vermuten würde?

Ich schließe einen Drucker an und… es passiert nichts. Panik. Es müsste doch eine Meldung erscheinen, USB-wasauchimmer oder wenigstens eine Fehlermeldung. Nein, es passiert nichts und niemand ahnt, dass es bereits alles funktioniert. Ich drücke “drucken” und es druckt. Ich bekomme Visionen von künstlicher Intelligenz und habe etwas Angst.

Ähnliches will ich danach vollen Mutes mit meiner Digitalkamera ausprobieren. Ich stecke sie hinten in den scheinbar letzten freien USB-Port hinter dem Bildschirm ein, iPhoto startet und bietet mir an, die Fotos auf den Rechner zu kopieren. Fein. Alles wird automatisch in meine Foto-Datenbank aufgenommen. Es muss nichts manuell quer durch Verzeichnisstrukturen kopiert werden. Das ist so einfach, dass ich es anfangs nicht wahrhaben kann und vorsichtshalber erst doch mal durch die Verzeichnisse klicke, um sicherzustellen, dass auch wirklich alles da ist. Es ist da.

Richard Dawkins – The Root of all Evil

Richard Dawkins ist einer der einflussreichsten Biologen der Gegenwart, er ist Anhänger Darwins’ Theorie und Atheist. Sein neustes Buch heißt “The God Delusion“. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen, denn das habe ich noch gar nicht gelesen. :)

Dawkins

Es geht vielmehr um eine Dokumentation, die 2006 im britischen Fernsehen zu sehen war. Das Gute ist, man kann jene Dokumentation einfach per Internet ansehen:

Teil 1
Teil 2

Die Dokumentation ist wirklich sehr interessant, geht aber polemisch gesehen in eine ähnliche Richtung wie Michael Moores Filme über die USA. Im Gegensatz zu Moore polemisiert hier aber nicht irgendwer, sondern ein angesehener Wissenschaftler.

Dawkins macht es sich allerdings nicht sonderlich leicht, denn er wird kaum weit kommen, wenn er religiösen Fanatikern erzählt, dass das, was sie Glauben kompletter Unfug ist. Überhaupt begrenzt er sich leider in seiner Argumentation allein auf ziemlich fanatische Auswüchse von Glauben. Liberaleren Glaubensvertretern empfiehlt er, doch dann gleich ganz aufzuhören an Gott zu glauben, weil es sinnlos ist.

In seinen Interviews kommt er mir sehr emotional vor. Man merkt, dass das Thema ihn stark bewegt und er absolut überzeugt von seiner Einstellung ist. Diese Emotionalität bewirkt aber gerade, dass sich die Gegenseite auch fortwährend intoleranter und aggressiver verhält.

Außerdem geht er grundsätzlich nur auf die monotheistischen Religionen Christentum, Islam und Judentum ein und lässt dabei die asiatischen Weltreligionen völlig aus. Das würde prinzipiell ja nichts ausmachen, nur darf er dann seine Kritik nicht als generelle Religionskritik verkaufen, sondern als Kritk an Gott und “heiligen Schriften”. Darum geht es ihm nämlich offensichtlich eigentlich. Er verurteilt den Glauben an Gott als Erschaffer der Welt, Unterwerfung unter religiöse Führer, die Interpretationsallmacht über angeblich heilige Schriften haben, das Nicht-Anerkennen wissenschaftlicher Fakten aufgrund dieser Schriften und die Beeinflussung von Kindern, die seiner Meinung nach selbst entscheiden müssen, wie sie mit Religion umgehen wollen. Aber er geht kaum darauf ein, wie Religion die Gefühle von Menschen auch verbessern kann, sie beruhigt und denen helfen kann, die sonstige Hoffnung verloren haben oder sich allein gelassen fühlen.

Aber das will er auch gar nicht. Es ist ganz bewusst eine einseitige Betrachtung und obgleich seines Hintergrunds, liegt seine Intention nicht darin, Religion wissenschaftlich zu untersuchen. In einem Interview sagte er, es geht ihm mehr um die Leute, die unschlüssig sind. Diesen will er klar machen, dass es nicht falsch ist, Atheist zu sein. Es gibt verdammt gute Gründe dafür. Und damit hat er Recht, glaube ich.

Erscheinungsbild

Wow, Wordpress’ Themes lassen sich mittlerweile fast komplett zusammenklicken. Man kann jetzt wild Widgets durch die Gegend schieben, und damit ganz ohne auch nur eine einzige CSS-Datei zu bearbeiten, seine Sidebars ändern. Dazu braucht man aber erstmal eine dazu auch kompatible Grundstruktur, die ich vorher nicht hatte.

Ich habe nun das K2-Theme installiert und sogleich etwas daran herumgefummelt um dann aber zu merken, dass das auch wieder intern “Styles” hat. Themes im Theme also. Abgefahren!

Mit dieser mir fremden Technologie muss ich mich erstmal vertraut machen und danach vielleicht auch versuchen, die Seite auf in etwa das Aussehen von vorher einzustellen. Sieht ja schon fast wieder richtig aus. Drei-Spalten-Design mach ich nicht mehr. Das ist spießig.

Ich entschuldige mich aufrichtig für die Anglizismen in diesem Artikel und die offensichtliche Rückschrittlichkeit im Umgang mit neuer Blog-Technik.

Interpol – The Heinrich Maneuver

Oh mein Gott! Dieses Video zum Heinrich Maneuver von Interpol ist so fantastisch! Ok, es ist auch ziemlich seltsam, die extreme Langsamkeit passt gar nicht zum schnellen Lied und auch nach mehrmals angucken, wusste ich nicht, was es eigentlich inhaltlich soll.

Erst als ich die Kommentare bei Youtube dazu gelesen habe, ergab es einigermaßen Sinn. Schaut mal rein, vielleicht halten es einige für totalen Müll, aber ich finde es ist wahre Kunst. Und wenn jemandem das Video nicht gefällt – das Lied muss man gut finden.

(Irgendwie cool, dieses Videos verlinken. Ich bin zwar dafür, dass Youtube wegen Copyright-Verletzungen endlich mal der Hahn abgedreht wird, aber bis das passiert ist, find ich’s gut. Höhö.)