Warum ist Apple eigentlich so geil?

Antworten auf diese Frage findet man überall im Internet. Und hier jetzt auch noch!

Zunächst einmal sieht er einfach viel erotischer aus als diese widerlichen Personal-Computer-Kisten. Die sind einfach sehr 90s. Dagegen schaut ein iMac aus wie die Zukunft und man könnte sich ihn auch problemlos im Raumschiff Enterprise z.B. vorstellen, wenn man nicht wüsste, dass die Armaturen da ja bereits wie das iPhone aussehen. Schaltet man iTunes mal eben mit der Stumm-Taste, die noch dazu nicht irgendwo, sondern auf der Tastatur liegt, stumm, merkt man, dass er kaum Geräusche von sich gibt. Dagegen hört sich die Kiste, die da hinten noch steht, an wie ein Triebwerk der… Enterprise. Die Alte meine ich.

Aber das sind nur Äußerlichkeiten. Der anständige Computernutzer legt auf sowas natürlich keinen Wert und schaut lieber auf das Innere des Rechners. Alles ist ziemlich bunt und man vermisst als abgespackter Linuxnutzer sofort erstmal die Konsole. Sie existiert zwar, aber man braucht sie nicht. Alles funktioniert einfach so! Ohne in Dateien rumzufummeln. Wie geht das bitte? Wer bei Apple weiß denn scheinbar immer genau, was für Menü-Optionen ICH nun brauche und platziert sie auch noch genau da, wo ich sie am ehesten vermuten würde?

Ich schließe einen Drucker an und… es passiert nichts. Panik. Es müsste doch eine Meldung erscheinen, USB-wasauchimmer oder wenigstens eine Fehlermeldung. Nein, es passiert nichts und niemand ahnt, dass es bereits alles funktioniert. Ich drücke “drucken” und es druckt. Ich bekomme Visionen von künstlicher Intelligenz und habe etwas Angst.

Ähnliches will ich danach vollen Mutes mit meiner Digitalkamera ausprobieren. Ich stecke sie hinten in den scheinbar letzten freien USB-Port hinter dem Bildschirm ein, iPhoto startet und bietet mir an, die Fotos auf den Rechner zu kopieren. Fein. Alles wird automatisch in meine Foto-Datenbank aufgenommen. Es muss nichts manuell quer durch Verzeichnisstrukturen kopiert werden. Das ist so einfach, dass ich es anfangs nicht wahrhaben kann und vorsichtshalber erst doch mal durch die Verzeichnisse klicke, um sicherzustellen, dass auch wirklich alles da ist. Es ist da.

Ein bisschen enttäuscht bin ich aber immer noch, dass da nur noch ein freier USB-Port ist. Später entdecke ich, dass da noch zwei weitere an der Tastatur dran sind. Das ist genial, man muss sich nicht verrenken um z.B. eine Kamera hinter dem Bildschirm einzustecken. Es sind die einfachen Dinge, die ein System so voll durchdacht erscheinen lassen.

Dann installiere ich ein Programm, das “Quicksilver” heißt. Ich lade es herunter, es erscheint auf dem Desktop, ich drücke drauf und es wird installiert. Ja, das ist wie bei Windows, aber er leitet mich nicht durch unzählige Abfragen wohin, Startmenü, Desktop-Shortcut, Toolbar-soundso-Trojaner-XY-auch-installieren-Abfragen durch, sondern installiert es einfach. Es erscheint da, wo ich es erwarten würde und wird gestartet.

Dieses auf den ersten Blick sinnlose Programm Quicksilver lässt mich nun sämtliche Abläufe, dh. Programme starten, Dateien laden und so weiter einfach durch Eingabe ausführen. Wenn man weiß, was man starten will oder welches Verzeichnis/Datei man öffnen möchte, braucht man keine Maus und muss dafür durch kein einziges Fenster scrollen. Obwohl sich das so banal anhört, ist es so geil, dass ich es hier gar nicht richtig beschreiben kann.

Es gibt noch so viel davon zu schwärmen, aber das reicht ja nun erstmal. Ich möchste nie wieder einen anderen Rechner benutzen. Zum ersten Mal denke ich, dass Computer doch irgendwie Menschen helfen können, statt sie in ihrer Tätigkeit zu behindern.

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