Unser politisches System schenkt den Nichtwählern bei Wahlergebnissen wenig Beachtung. Sie werden gesondert in der “Wahlbeteiligung” indirekt aufgeführt. Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu 2005 gesunken. Heute findet man nun im Internet unterschiedliche Artikel, die der SPD gleich nochmal einen drauf geben wollen, indem sie eine Grafik aus dem Hut zaubern, die auch Nichtwähler beinhaltet.
Wolfgang Michal z.B. rechnet sieben sehr interessante Wahrheiten aus und bei Qbis Weblog gibt es ein nettes Kuchendiagramm mit Wahlanteilen unter Einbezug der Nichtwähler.
(Datenquelle: bundeswahlleiter.de) 
Ich finde das alles sehr interessant und es verdeutlicht noch mehr, wie die politische Stimmung in Deutschland aussieht. Mit einer Wahlbeteiligung von 71% sind wir nur noch ein Stück weit von amerikanischen Verhältnissen entfernt. Bei der letzten Präsidentschaftswahl erbarmten sich dort immerhin über 60% der Wahlberechtigten. Die Nichtwähler sind diesmal, gleich hinter der FDP, auch Wahlsieger.
Auch ich habe ein bisschen Spaß an Excel gefunden und kam nicht umhin, ein buntes alternatives Ergebnis-Balkendiagramm zusammenzustellen. Dieses zeigt die absolute Stimmenanzahl der Parteien und daneben die Veränderung dieser Zahlen zu 2005. Dabei sieht man auch schön den Absturz der SPD, den Michal beschreibt: Sie hat in absoluten Zahlen tatsächlich sagenhafte 38% ihrer Wählerstimmen verloren.
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