Hamburg 03.12.2009
Das Einkommensgefälle zwischen Frauen und Männern beginnt schon im Kindesalter: Jungen bekommen in Deutschland deutlich mehr Taschengeld als Mädchen. (Zeit Online)
Demnach erhalten Jungen durchschnittlich 19€, aber Mädchen nur etwa 16€ Taschengeld. Auch das Ost-West-Gefälle bei den Einkommen besteht in frappierender Weise: Im Saarland erhalten Kinder über 20€, dagegen in Sachsen nicht einmal 12€ an monatlichem Einkommen. Hier ist eindeutig der Gesetzgeber gefragt, diese nicht nur ungerechten, sondern auch unserer Volkswirtschaft abträglichen Zustände zu regulieren und auszugleichen.
Außerdem gaben 61% der Befragten an, sich neben dem Taschengeld “noch etwas dazuzuverdienen”. Auch hier ist dringender Regulierungsbedarf zu verzeichnen. Dieser Zusatzverdienst ist bisher völlig undurchsichtig und findet vermutlich zum größten Teil in einer gesetzlichen Grauzone statt. Wie der Bericht der Landesbausparkassen nun zum Vorschein bringt, erhalten zahlreiche Kinder ihren so genannten Nebenverdienst aus Tätigkeiten wie “im Haushalt helfen” oder “Rasen mähen”. Der Gesetzgeber hat hier möglichst schnell eklatante Lücken im Rechtswesen zu stopfen, um diese Tätigkeiten aus dem Verdacht der Schwarzarbeit herauszubringen.
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