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Phiten – Wirkt echt!

I don’t know if it does anything at all. But I’ll still wear it.
(Roberto Hernández, Baseballspieler der Los Angeles Dodgers)

Kennt ihr schon die Produkte der Firma “Phiten”? Wahrscheinlich noch nicht, denn bisher hat sie sich in Europa noch nicht durchsetzen können. Phiten kommt aus Japan und wurde von einem japanischen Chiropraktiker schon in den 80ern gegründet. Er entwickelte eine Technik, um das Metall Titan in Texitilien zu verarbeiten.

Ich mache es kurz: Die Firma stellt Hals- und Armbänder her, die den Energiefluss im Körper regulieren können.Phiten-Halsbänder

Jaja, es klingt nach esoterischem Blödsinn. Aber halt! So einfach ist die Sache nicht. Tatsächlich tragen nämlich zahlreiche amerikanische Sportler diese Bänder und geben an, sie wirkten tatsächlich. Die Bänder sollen dabei helfen, ausgeglichener zu werden, bessere sportliche Leistungen zu vollbringen und auch die Regeneration nach dem Sport zu beschleunigen. Anwender aus dem nicht-sportlichen Bereich berichten von Erfolgen beim Kampf gegen Rückenschmerzen und Verkrampfungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Da nun diese Bänder in China recht günstig zu erwerben sind, habe ich mir kurz vor Abreise auch eines gekauft. Die Wirkung ist… irgendwie da. Es ist schwierig zu sagen, aber ich kann es als mollig-warmes Gefühl in der Halsgegend beschreiben. Eine gewisse Entspannung lässt sich schon ausmachen. Das Halsband bewirkt nun zwar nicht gerade Wunder, aber es ist zumindest auch nicht unangenehm. Natürlich kann das alles Einbildung sein, natürlich wäre es möglich, dass jedes andere Stoffband ohne Titan genauso wirken würde und natürlich spricht auch die Tatsache gegen Phiten, dass einige der Baseballspieler, die deren Produkte tragen, auch gleichzeitig Werbeverträge mit der Firma haben. Aber wenn es wirkt…

Ich bekomme übrigens kein Geld für dieses Posting. Aber ich würde welches nehmen…

(weitere Informationen)

A History of Violence

Eine Kritik von cineman.de:

Ein gewaltig guter Film

David Cronenberg stellt die Gewaltfrage: Welchen Platz hat Gewalt in unserer Gesellschaft, was sind ihre Konsequenzen? Und kann man aus diesen Überlegungen einen spannenden Thriller machen? Die Antwort auf letzteres heisst: Ja, Cronenberg kann. [...]

Von critic.de:

Cronenberg bearbeitet die verschiedensten Wirkungsstrategien von innerer und äußerer Gewalt. Wie kaum ein anderer demonstriert er in seinen Filmen die Transformationen eines von Gewalt befallenen Körpers. Parallel dazu untersucht er, wie sich Macht- und Gewaltverhältnisse innerhalb sozialer und emotionaler Strukturen wandeln.

Dazu bekommt der Streifen immerhin 7.6 Punkte auf der IMBD und wurde zweimal für den Oscar nominiert. Gott, das muss einer der überbewertetsten Filme aller Zeiten sein. Tatsächlich ist es kompletter Müll eingepackt in sozialkritischen Unfug, der Filmkritikern weismachen will, dass der Film irgendeine Aussage hätte über Gewalt in uns allen und solchem Kram.

“A History of Violence” gehört zu den schlechtesten Filmen, die ich jemals gesehen habe.

Petra Häring-Kuan – Meine chinesische Familie

Inhalt: Die wahre Geschichte von Petra Häring-Kuan, die schon seit den 70ern mit dem Chinesen Guan Yuqian verheiratet ist.

Das Thema dieses Buches alleine ist schon faszinierend, gerade weil es nicht häufig vorkommt. Es geht hier nicht um rasendes Wirtschaftswachstum, Menschenrechte, die Partei oder Weltmachtsprognosen, nein – Thema ist die chinesische Familie. Und es wird auch nicht aus soziologisch-wissenschaftlicher Sicht erzählt, sondern es sind persönliche Erfahrungen. Es kommt nur extrem selten vor, dass westliche Frauen einen asiatischen Mann heiraten und gerade das lässt riesige Erwartungen schon beim spontanen Griff nach dem Buch in der Buchhandlung entstehen.

Diese Erwartungen wurden bei mir nicht ganz erfüllt. Zwar ist es wirklich sehr interessant tatsächlich einmal einen tieferen Einblick in das Leben einer chinesischen Familie zu bekommen, es gibt aber ein paar Dinge, die ich zumindest für erwähnenswert halte.

Richard Dawkins – The Root of all Evil

Richard Dawkins ist einer der einflussreichsten Biologen der Gegenwart, er ist Anhänger Darwins’ Theorie und Atheist. Sein neustes Buch heißt “The God Delusion“. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen, denn das habe ich noch gar nicht gelesen. :)

Dawkins

Es geht vielmehr um eine Dokumentation, die 2006 im britischen Fernsehen zu sehen war. Das Gute ist, man kann jene Dokumentation einfach per Internet ansehen:

Teil 1
Teil 2

Die Dokumentation ist wirklich sehr interessant, geht aber polemisch gesehen in eine ähnliche Richtung wie Michael Moores Filme über die USA. Im Gegensatz zu Moore polemisiert hier aber nicht irgendwer, sondern ein angesehener Wissenschaftler.

Dawkins macht es sich allerdings nicht sonderlich leicht, denn er wird kaum weit kommen, wenn er religiösen Fanatikern erzählt, dass das, was sie Glauben kompletter Unfug ist. Überhaupt begrenzt er sich leider in seiner Argumentation allein auf ziemlich fanatische Auswüchse von Glauben. Liberaleren Glaubensvertretern empfiehlt er, doch dann gleich ganz aufzuhören an Gott zu glauben, weil es sinnlos ist.

In seinen Interviews kommt er mir sehr emotional vor. Man merkt, dass das Thema ihn stark bewegt und er absolut überzeugt von seiner Einstellung ist. Diese Emotionalität bewirkt aber gerade, dass sich die Gegenseite auch fortwährend intoleranter und aggressiver verhält.

Außerdem geht er grundsätzlich nur auf die monotheistischen Religionen Christentum, Islam und Judentum ein und lässt dabei die asiatischen Weltreligionen völlig aus. Das würde prinzipiell ja nichts ausmachen, nur darf er dann seine Kritik nicht als generelle Religionskritik verkaufen, sondern als Kritk an Gott und “heiligen Schriften”. Darum geht es ihm nämlich offensichtlich eigentlich. Er verurteilt den Glauben an Gott als Erschaffer der Welt, Unterwerfung unter religiöse Führer, die Interpretationsallmacht über angeblich heilige Schriften haben, das Nicht-Anerkennen wissenschaftlicher Fakten aufgrund dieser Schriften und die Beeinflussung von Kindern, die seiner Meinung nach selbst entscheiden müssen, wie sie mit Religion umgehen wollen. Aber er geht kaum darauf ein, wie Religion die Gefühle von Menschen auch verbessern kann, sie beruhigt und denen helfen kann, die sonstige Hoffnung verloren haben oder sich allein gelassen fühlen.

Aber das will er auch gar nicht. Es ist ganz bewusst eine einseitige Betrachtung und obgleich seines Hintergrunds, liegt seine Intention nicht darin, Religion wissenschaftlich zu untersuchen. In einem Interview sagte er, es geht ihm mehr um die Leute, die unschlüssig sind. Diesen will er klar machen, dass es nicht falsch ist, Atheist zu sein. Es gibt verdammt gute Gründe dafür. Und damit hat er Recht, glaube ich.

Interpol – The Heinrich Maneuver

Oh mein Gott! Dieses Video zum Heinrich Maneuver von Interpol ist so fantastisch! Ok, es ist auch ziemlich seltsam, die extreme Langsamkeit passt gar nicht zum schnellen Lied und auch nach mehrmals angucken, wusste ich nicht, was es eigentlich inhaltlich soll.

Erst als ich die Kommentare bei Youtube dazu gelesen habe, ergab es einigermaßen Sinn. Schaut mal rein, vielleicht halten es einige für totalen Müll, aber ich finde es ist wahre Kunst. Und wenn jemandem das Video nicht gefällt – das Lied muss man gut finden.

(Irgendwie cool, dieses Videos verlinken. Ich bin zwar dafür, dass Youtube wegen Copyright-Verletzungen endlich mal der Hahn abgedreht wird, aber bis das passiert ist, find ich’s gut. Höhö.)

Neues Technowörterbuch

Eigentlich habe ich ja schon eins, aber in letzter Zeit bin ich recht geldausgebefreudig und habe mir dieses edel aussehende Teil gekauft. Es ist ein 快易典博彩V680, was auch immer… Jedenfalls kann ich nun endlich auch vernünftig erkennen, was auf dem Display steht, denn es ist ein TFT-Bildschirm eingebaut. So kann ich jetzt auch im Dunkeln Zeichen nachschlagen (Ja sicher, sowas habe ich schön öfters vermisst!).

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Daneben ist das Suchen von Zeichen per Pinyin einfacher als vorher. Mich hat immer genervt, dass ich mit dem alten Gerät bei jeder Silbe noch dazu den Ton eingeben muss. Weiß man den nicht, muss man alle vier durchprobieren. Schrecklich. Nun gebe ich nur die Silbe ein und er gibt mir eine Liste mit den entsprechenden Zeichen sortiert nach Häufigkeit. Also genauso wie beim Eingeben von Zeichen im Computer. Außerdem erscheint danach eine Auswahl an Zeichen, die mit ersterem ein Wort bilden können. Einfach gesagt ist es jetzt exakt so wie beim Eingeben von Schriftzeichen im Handy.

Dumm ist nur, dass offensichtlich das Eingeben von Tönen nun gleich gar nicht mehr geht. Wenn ich ihn weiß und das Zeichen wirklich eher selten ist, muss ich nun trotzdem durch die Liste scrollen, bis ich es irgendwo weit hinten finde.

Das Beste an dem Gerät ist aber, dass ich nun endlich vernünftig Zeichen darauf schreiben kann und er sie mit äußerster Exaktheit dann auch findet. Man kann sowohl in einem kleinen Fenster schreiben, als auch die Option wahrnehmen den gesamten Bildschirm zu benutzen, egal, was gerade draufsteht. Super!

Das Wörterbuch im alten Gerät hat mir ja schon wirklich gut gefallen, aber das jetzige ist noch ein Stück besser. Es können gleichzeitig die chinesische und die englische Erklärung für Wörter angezeigt und auch Beispiele eingeblendet werden. Alles ist sinnvoll strukturiert und angeordnet. Außerdem wird nun endlich auch Pinyin gleich mit angezeigt. Dafür musste ich vorher immer nochmal extra herumdrücken.

Es gibt aber auch zahlreiche Punkte an dem Gerät, die wirklich schlecht sind. Im Prinzip alles, was nicht mit den Wörterbüchern zusammenhängt. Es ist nämlich z.B. auch ein MP3-Player eingebaut, der aber aufgrund der schrecklichsten Playlistverwaltung aller Zeiten eigentlich nicht benutzt werden kann. Ich kann nicht einfach mehrere Titel einfügen, sondern muss quasi jeden umständlich einzeln auswählen. Nach dem Einfügen eines Titel springt er dann aber wieder ins Ausgangsverzeichnis und ich muss wieder… ach, es ist einfach scheiße. Daneben kann das Gerät auch Videos (MP4?) abspielen, was durch die Möglichkeit bis zu 2GB große SD-Karten einzuschieben vielleicht wirklich lustig sein könnte. Habe ich aber bisher noch nicht wirklich ausprobiert. Auch Bilder kann man ansehen, aber hier ist das selbe Problem wie bei den MP3s, es ist einfach zu umständlich zu bedienen und die Bilder werden nicht auf Bildschirmgröße angepasst, sind also immer viel zu groß. Es gibt dann leider auch keine Option das zu ändern.

Hier wurden also eine gane Reihe Funktionen eingebaut, die leider völlig unausgereift sind.

Es sind noch unzählige andere Dinge drin, die aber alle mehr auf das Lernen von Englisch abzielen, das Gerät ist nunmal eigentlich für Chinesen hergestellt worden.

Ich bin dennoch vollkommen zufrieden, denn mir ging es ja schließlich nur um das Wörterbuch und um die Möglichkeit Zeichen zu schreiben und das klappt wunderbar.

Working for the church while your family dies

Ich dachte, eine Band könne einen Song wie “Rebellion” nur einmal in ihrem Leben schreiben.

Und dann bringen Arcade Fire ihre zweite Platte “Neon Bible” heraus und darauf befindet sich ein Lied mit dem Namen “Intervention”, was mir schon beim ersten Hören eine Gänsehaut verpasst hat. Nun kann ich gar nicht mehr aufhören es in Endlosschleife zu hören. Ich bin süchtig.

Es wird nicht überraschen, wenn ich jetzt sage ihr sollt das Album kaufen. Es ist fantastisch. Wer trotzdem jetzt sofort diesen eben erwähnten, scheinbar von Gott selbst geschriebenen Song, haben will, kann ihn auch von dort auf seine Festplatte zaubern: http://www.fileden.com/files/2006/10/8/270115/sound/Arcade_Fire_Intervention.mp3

Besta N910

Gestern habe ich mir folgendes neues Spielzeug gekauft:

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Das Gerät ist ein elektronisches Wörterbuch für Chinesisch und wie mit vielem zur Zeit, bin ich auch damit nicht so recht zufrieden. Die Störpunkte in Kurzform:

  • Bei Dunkelheit erkennt man überhaupt nichts mehr.
  • Schriftzeichen lassen sich zwar auf dem Display malen, ob das Gerät das Zeichen dann tatsächlich erkennt, scheint mir aber Zufall zu sein. Außerdem ist das Schreibfeld zu klein.
  • Bei “Chinesisch -> Englisch” steht kein Pinyin (also die Aussprache) dabei. Dafür muss man dann erst wieder umständlich auf “Chinesisch -> Chinesisch” umschalten.
  • Mehrere Schriftzeichen über Tatstatur markieren ist auch umständlich.
  • Schriftzeichen werden nach (nicht angezeigtem!) Pinyin und nicht nach Häufigkeit sortiert; so darf man dann auch bei häufig auftachenden Zeichen schön durch die Gegend scrollen.
  • Aber am allerallerschlimmsten: per Pinyin lassen sich nur einzelne Zeichen und keine ganzen Wörter eingeben und ich muss den richtigen Ton angeben! WAAH!

Das alles spricht definitiv nicht für das Gerät. Hinzu kommt eine allgemeine Umständlichkeit in der Bedienung, die deutlich einfacher sein könnte. Hat denn noch nie jemand einfach mal Wenlin in ein solches Gerät reingebaut? Ich würde es sofort kaufen. An sich sind die Dinger ja eine super Idee, nur muss dann auch die Software stimmen. Wenn ich durch die Bedienung länger brauch als fürs Nachschlagen im Buch, ist es überflüssig.

Gut finde ich aber das “Chinesisch -> Chinesisch”-Wörterbuch. Kennt man ja vom Oxford Learner’s Dictionary. Chinesische Zeichen werden auf Chinesisch erklärt, was wirklich gut zum Lernen ist. Noch halte ich das aber für zu schwierig. Die Erklärung muss ich ja wenigstens komplett lesen können, sonst bringt das auch nichts. Später ist das aber bestimmt die beste Art Zeichen nachzuschlagen.

Aus diesem Grund werde ich es auch behalten. Wobei… etwas anderes bleibt mir eigentlich ja eh nicht übrig.