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	<title>Wirklich nicht</title>
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	<description>Ein Blog zu Politik und Medien in China und Deutschland.</description>
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		<title>E10 &#8211; Nicht kommunizierbar</title>
		<link>http://www.wirklichnicht.de/archives/2011/03/11/e10-nicht-kommunizierbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 12:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[politisch]]></category>

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		<description><![CDATA[[…] Die Einführung des Treibstoffs wurde schlicht miserabel kommuniziert. Die Bundesregierung, die die Neuerung vorschrieb, leistet sich jedes Jahr für Millionen völlig überflüssige Informations- und Image-Kampagnen. Aber jetzt, da es den Bürger tatsächlich einmal zu informieren galt, ob der Motor des eigenen Autos E10 verträgt, herrschte Funkstille. Das schrieb die NZZ gestern und Ähnliches war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>[…] Die Einführung des Treibstoffs wurde schlicht miserabel kommuniziert. Die Bundesregierung, die die Neuerung vorschrieb, leistet sich jedes Jahr für Millionen völlig überflüssige Informations- und Image-Kampagnen. Aber jetzt, da es den Bürger tatsächlich einmal zu informieren galt, ob der Motor des eigenen Autos E10 verträgt, herrschte Funkstille.</p></blockquote>
<p>Das schrieb die NZZ gestern und Ähnliches war in den letzten Tagen häufig zu hören. E10 sei schlecht kommuniziert worden. Alle beteiligten Akteure schieben sich gegenseitig die Schuld für den angeblichen Kommunikationsmangel in die Schuhe.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass das Thema mit einem vergleichsweise hohlen Begriff wie „Kommunikation“ umschreiben lässt. Es geht weiter. Das Problem liegt vielmehr an der Komplexität der Debatte um das Benzin selbst.</p>
<p>Es stehen zu viele Fragen im Raum, die nicht beantwortet werden können. Die Frage danach, welche Autos E10 vertragen, ist sogar noch die einfachste. Dazu kommt die hohe Anzahl an Akteuren, die etwas zu dem Thema zu sagen haben. Es gibt nicht nur Regierung und Kraftstoffanbieter, sondern auch Verbände wie den ADAC, Wissenschaftler, Techniker von Automobilkonzernen und natürlich Umweltverbände und -gruppen. Letztere argumentieren sogar untereinander unterschiedlich.</p>
<p>Es scheint so einfach: „Ist E10 umweltverträglicher?“ Diese Frage ist aber so komplex, dass bisher noch kein einziger der Akteure sie überzeugend beantworten konnte. Die Frage selbst muss erstmal danach zerlegt werden, ob es um CO2, Waldrodung in Brasilien, Anbauflächen in Deutschland, Wassernutzung usw. geht. Kein Argument kann da alle Aspekte mit einem Mal behandeln; zumal die Debatte globale Züge trägt. Offensichtlich können nicht einmal die Experten und schon gar nicht die Verbraucher die unterschiedlichen Argumente ausreichend gewichten.</p>
<p>Ich denke, dass die überraschend hohe Komplexität des Themas es unmöglich macht, es überhaupt sinnvoll zu „kommunizieren“. Vielleicht war die ungewisse Verträglichkeit des Kraftstoffs für Autos wirklich der Auslöser für die Weigerung der Verbraucher, aber viel wichtiger ist doch mittlerweile die Frage nach dem Nutzen von E10. Was bringt das? Wenn es darauf keine Antwort gibt, ist da auch gar nichts zu kommunizieren.</p>
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		<title>China und Libyen in den Nachrichten</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 10:07:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[sinniert]]></category>
		<category><![CDATA[CCTV]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Interessant und doch kaum erträglich. Die chinesischen Fernsehnachrichten berichten derzeit auffällig viel über Libyen. Die Berichterstattung ist aber äußerst begrenzt. Über Umfang, Gründe, Verlauf oder Situation des Bürgerkriegs hört man nichts. Stattdessen erzählen die Nachrichten nur die Heldentaten der chinesischen Regierung beim Abtransport chinesischer Arbeiter aus dem Land. Diese werden übertrieben lächerlich in Szene gesetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant und doch kaum erträglich. Die chinesischen Fernsehnachrichten berichten derzeit auffällig viel über Libyen. Die Berichterstattung ist aber äußerst begrenzt. Über Umfang, Gründe, Verlauf oder Situation des Bürgerkriegs hört man nichts. Stattdessen erzählen die Nachrichten nur die Heldentaten der chinesischen Regierung beim Abtransport chinesischer Arbeiter aus dem Land. Diese werden übertrieben lächerlich in Szene gesetzt, wie im Bild zu sehen. Diese offensichtliche Propaganda ist es, die westlichen Medien aber das Futter für ihre einseitige China-Berichterstattung gibt.</p>
<p><img src="http://wirklichnicht.de/weblog/wp-content/uploads/2011/03/Bild-2-300x226.png" alt="Bild 2" title="Bild 2" width="300" height="226" class="aligncenter size-medium wp-image-1005" /></p>
<p>Eben zeigte CCTV 13 einen kurzen Beitrag zu den angeblich überaus positiven Reaktionen der internationalen Medien zum perfekt verlaufenden Rücktransport der chinesischen Arbeiter. Der Sender zitierte „die deutsche <em>Europe Times</em>“ mit den Worten:</p>
<blockquote><p>Diese Aktion ließ die gesamte chinesische Bevölkerung laut und deutlich bestätigen: China ist ein starker Rückhalt! China demonstrierte der Welt mit dieser effektiven Aktion ihr Verantwortungsbewusstsein und das Bild eines großen Landes.</p></blockquote>
<p>Diese ominöse Europe Times ist aber kein deutsches Medium, sondern eine Zeitung, die chinesische Studierende in Deutschland herausgegeben. Mit chinesischen Medien die internationale Lobpreisung Chinas nachweisen &#8211; geschickt!</p>
<p>Heute fand ich nur eine Überschrift mit einem Bild zur Bewertung der libyschen Situation:</p>
<p><em>„Die Bevölkerung von Tripolis feiert die wiedererlangte Kontrolle der Regierung über die drittgrößte Stadt Misurata“</em></p>
<p><img src="http://wirklichnicht.de/weblog/wp-content/uploads/2011/03/Bild-4-300x280.png" alt="Bild 4" title="Bild 4" width="300" height="280" class="aligncenter size-medium wp-image-1004" /></p>
<p>Aha. Wenigstens wissen wir nun, auf welcher Seite China steht. Nicht überraschend!</p>
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		<title>China am Times Square</title>
		<link>http://www.wirklichnicht.de/archives/2011/01/20/china-am-times-square/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 11:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[rezensiert]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[new york]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[times square]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zum 14. Februar wirbt China für sich selbst mit einer massiven Werbekampagne und einem Spot am New Yorker Times Square und im US-Fernsehen. Der einminütige Film richtet sich auch offiziell an das amerikanische Publikum und soll diesem ein „multidimensionales und lebendiges Bild der chinesischen Menschen“ präsentieren (siehe Global Times). Inhaltlich und bildsprachlich ist dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis zum 14. Februar wirbt China für sich selbst mit einer massiven Werbekampagne und einem Spot am New Yorker Times Square und im US-Fernsehen. Der einminütige Film richtet sich auch offiziell an das amerikanische Publikum und soll diesem ein <em>„multidimensionales und lebendiges Bild der chinesischen Menschen“</em> präsentieren (siehe <a href="http://china.globaltimes.cn/diplomacy/2011-01/613736.html">Global Times</a>).</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/H7GArkHrT6w" frameborder="0" allowFullScreen></iframe></p>
<p>Inhaltlich und bildsprachlich ist dem aber überhaupt nicht so. Der Film zeigt eigentlich nur im Westen völlig unbekannte chinesische Prominente, die nicht mehr tun als herumzustehen. Unterlegt sind die Bilder mit Schlagwörtern, die geradezu aggressiv provozierend auf mich wirken. <em>Chinese Beauty, Chinese Wealth, Chinese Design, Chinese Space Travel…</em> Trotz dieser Erläuterungen bleiben fast alle Personen am Ende nur weiter als grobe chinesische Masse in Erinnerung. Genau das, was der Spot vermutlich aber auflösen will. Vielleicht wäre es hier besser gewesen, sich auf drei oder vier Chinesen zu beschränken und diese etwas ausführlicher darzustellen, statt gleich 60 Personen mit in den Film aufzunehmen.</p>
<p>Die Produzenten haben es darüber hinaus nicht geschafft, eine Bildsprache zu finden, die zum amerikanischen Publikum passt. Es wurde im Film keine im Westen geführte Diskussion über China aufgegriffen und genutzt, die zu einer inhaltlichen Debatte über den Spot führen könnte. Dem Film fehlt es offensichtlich auch vollkommen an Humor. Hier hätten die Produzenten Mut zum Risiko zeigen müssen und China vielleicht einfach mal nicht ganz so ernst nehmen dürfen.</p>
<p>Der Artikel der Global Times (eine regierungsnahe englischsprachige Online-Zeitung) zitiert eine junge Amerikanerin dazu folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>&#8220;The layout of the video is quite smart. I like it,&#8221; Charlotte Mcguckin, 18, a high school student in New York, told Xinhua, adding that &#8220;everyone (in the video) looks happy.&#8221;</p></blockquote>
<p>Punkt. Und das war vermutlich auch alles, was sie dazu sagen konnte. Und genauso langweilig ist der Werbespot ebenfalls.</p>
<p>Sehr interessante Artikel zu dem Thema finden sich übrigens auf:</p>
<p><a href="http://chinageeks.org/2011/01/chinas-latest-pr-fail/" title="http://chinageeks.org/2011/01/chinas-latest-pr-fail/" target="_blank">chinageeks.org/2011/01/chinas-latest-pr-fail/</a></p>
<p><a href="http://siliconhutong.com/2011/01/19/chinas-ad-campaign-to-whom-are-we-selling/" title="http://siliconhutong.com/2011/01/19/chinas-ad-campaign-to-whom-are-we-selling/" target="_blank">siliconhutong.com/2011/01/19/chinas-ad-campaign-to-whom-are-we-selling/</a></p>
<p><a href="http://uselesstree.typepad.com/useless_tree/2011/01/confucius-is-not-in-times-square.html" title="http://uselesstree.typepad.com/useless_tree/2011/01/confucius-is-not-in-times-square.html" target="_blank">uselesstree.typepad.com/useless_tree/2011/01/confucius-is-not-in-times-square.html</a></p>
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		<title>Was will die neue Supermacht?</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jan 2011 15:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[rezensiert]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[supermacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Spiegel titelt diese Woche mit &#8220;Chinas Welt &#8211; Was will die neue Supermacht?&#8221; Der Artikel fasst einige Trends und aktuelle Phänomene in China zusammen, bleibt dabei aber gewohnt oberflächlich und ohne wirklich neue Erkenntnisse. Die Leitfrage, was denn die Supermacht will, wird leider auch nicht auf den Punkt gebracht beantwortet oder die Erkenntnisse sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Spiegel titelt diese Woche mit <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4789,00.html">&#8220;Chinas Welt &#8211; Was will die neue Supermacht?&#8221;</a> Der Artikel fasst einige Trends und aktuelle Phänomene in China zusammen, bleibt dabei aber gewohnt oberflächlich und ohne wirklich neue Erkenntnisse. Die Leitfrage, was denn die Supermacht will, wird leider auch nicht auf den Punkt gebracht beantwortet oder die Erkenntnisse sind so banal, dass ich sie nicht einmal herauslesen kann.</p>
<p>Das Bild Chinas ist wie meistens in der deutschen Presse blockartig. Eine Diktatur, die von Hu Jintao geleitet wird. Der Akteur China bestimmt seine Entwicklung von oben herab ohne überflüssige Einschränkungen durch &#8220;Demokratie&#8221; und &#8220;Menschenrechte&#8221;. Dadurch ist der Staat deutlich effektiver in der Durchsetzung seiner Politiken. Die Partei mit den Genossen Hu und Wen entscheidet, wo die Reise hingeht. Danach ist sie nicht mehr aufzuhalten.</p>
<p>Nun will ich nicht sagen, dass dieses Bild völlig falsch ist. Es trifft zu einem gewissen Grad und in bestimmten Bereichen sicherlich zu (z.B. Infrastrukturgroßprojekte). In anderen aber eben nicht. Der Artikel verbindet zum Beispiel ein Hafturteil für einen Aktivisten mit den fehlenden Menschenrechten. Dieser Aktivist sammelte Beweise für den Baupfusch bei Schulen in Sichuan vor dem schweren Erdbeben und musste deshalb ins Gefängnis. Da der Artikel aber so oberflächlich bleibt und jeden Aspekt nur kurz abhandelt, könnte man nun denken, Hu Jintao selbst habe hier Einfluss genommen &#8211; China beseitigt seine Kritiker.</p>
<p>Dass solcherlei Entscheidungen aber oftmals ganz lokal getroffen werden, dass hier regionale Machtstrukturen und Korruption von einzelnen Kadern auf den unteren politischen Ebenen den Ausschlag geben und es eben oft vielmehr um Einzelinteressen als um &#8220;China&#8221; geht, das erwähnt der Artikel in keinem einzigen Satz. Er geht von einem Masterplan aus, ein völlig geordnetes System mit Hu, Wen und ihren 1,3 Milliarden Gefolgsleuten. Diese Betrachtungsweise legen die drei Autoren sogar schon mit dem Titelbild offen: Ein doppelseitiges Foto von Fähnchen schwenkenden Chinesen bei der Feier zum 60. Jahrestag. Alle tragen weiße Mützen und richten ihre Fahnen in dieselbe Richtung.</p>
<p>Man muss aber von genau solch einer Vorstellung wegkommen und den Blick vielmehr auf die enorme Unordnung richten, die China ausmacht, und sich dann fragen: Warum funktioniert es <strong>trotzdem</strong>?</p>
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		<title>Seeking a German guy for commercial accompany</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 10:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[ansonsten]]></category>
		<category><![CDATA[bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[china]]></category>
		<category><![CDATA[job]]></category>

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		<description><![CDATA[Jobangebot in Shanghai: Employer: Company X are seeking for a german male aged 22-35 who can accompany our boss to paticipate a conference of architectural design on october 10th, all need to do is some simple greetings and siting beside our boss during the conference. the applicant needs to speak a little english, no professional [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jobangebot in Shanghai:</p>
<blockquote><p>Employer: <em>Company X</em> are seeking for a german male aged 22-35 who can accompany our boss to paticipate a conference of architectural design on october 10th, all need to do is some simple greetings and siting beside our boss during the conference. the applicant needs to speak a little english, no professional knowledge is needed, please contact soon if qualified.<br />
we pay 600RMB for half a day on october 10th afternoon.thanks.</p></blockquote>
<p>Leider schon längst vorbei. Wäre genau das Richtige für mich. <img src='http://wirklichnicht.de/weblog/wp-content/plugins/smilies-themer/Phoenity/smile.png' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Kongresswahlen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 19:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[politisch]]></category>
		<category><![CDATA[kongress]]></category>
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		<category><![CDATA[wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 31 Repräsentantenhäusern der USA seit dem Zweiten Weltkrieg war bei nur 14 die Partei des Präsidenten dieselbe wie die der Mehrheit im Kongress. Das ist nicht einmal die Hälfte. Die Demokraten dominierten zwar das Repräsentantenhaus von den 50ern an recht kontinuierlich, seit den 90ern mit Bill Clinton als Präsident ist aber auch damit Schluss. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://wirklichnicht.de/weblog/wp-content/uploads/2010/11/capitol-150x150.jpg" alt="Capitol" title="Capitol" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-992" /> Von 31 Repräsentantenhäusern der USA seit dem Zweiten Weltkrieg war bei nur 14 die Partei des Präsidenten dieselbe wie die der Mehrheit im Kongress. Das ist nicht einmal die Hälfte. Die Demokraten dominierten zwar das Repräsentantenhaus von den 50ern an recht kontinuierlich, seit den 90ern mit Bill Clinton als Präsident ist aber auch damit Schluss.</p>
<p>In den deutschen Medien wird die Wahl nun schon seit Tagen als Großereignis verkauft, dem eine riesige Bedeutung nachgesagt wird. Von einem „Denkzettel für Obama“ spricht die Tagesschau. Der Amerikaner steht wieder mal als Vollidiot da, der nichts begreift und deshalb die Bösen wählt.</p>
<p>Die heute-Nachrichten von gestern haben sich dann auch von etwa 20 Minuten Sendezeit satte 14 mit der Kongresswahl beschäftigt. Und das, obwohl noch gar keine Ergebnisse da waren.</p>
<p>Dass es geradezu normal für einen Präsidenten ist, auch einmal gegen den Kongress zu regieren, dass sowieso grundsätzlich Mehrheiten von ihm gesucht werden müssen, diese sich auch mal ändern können, ja, und dass das alles eigentlich ziemlich &#8220;normal&#8221; ist &#8211; das sagt niemand. Wäre ja auch langweilig.</p>
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		<title>Unbekannter erhält Friedensnobelpreis</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 21:53:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Typisch deutsch, typisch politikwissenschaftlich und allen voran natürlich typisch sinologisch muss ich nun erstmal über die heutige Friedensnobelpreis-Entscheidung herummosern. Wofür gibt es den Preis denn eigentlich? Da heißt es… According to Nobel&#8217;s will, the Peace Prize is to go to whoever &#8220;shall have done the most or the best work for fraternity between nations, for [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://wirklichnicht.de/weblog/wp-content/uploads/2010/10/nobel.jpg" alt="nobel" title="nobel" width="170" height="234" class="alignleft size-full wp-image-988" /> Typisch deutsch, typisch politikwissenschaftlich und allen voran natürlich typisch sinologisch muss ich nun erstmal über die heutige Friedensnobelpreis-Entscheidung herummosern.</p>
<p>Wofür gibt es den Preis denn eigentlich? <a href="http://nobelpeaceprize.org/en_GB/about_peaceprize/">Da heißt es</a>…</p>
<blockquote><p><em>According to Nobel&#8217;s will, the Peace Prize is to go to whoever &#8220;shall have done the most or the best work for fraternity between nations, for the abolition or reduction of standing armies and for the holding and promotion of peace congresses&#8221;.</em></p></blockquote>
<p>Also Verbrüderung der Völker, Abschaffung oder Verminderung stehender Heere und das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen. Nun bekommt jemand den Preis, der zwar wahrlich großen Einsatz zeigt und auch viel durchmachen musste, aber welches der Kriterien erfüllt er von denen, die hier genannt werden? </p>
<p>Sicher, heutzutage muss ein solcher Preis weiter gefasst vergeben werden können, aber trotzdem kennt kaum jemand den neuen Preisträger. Was er schreibt, liest niemand, und für das, was er tut, interessiert sich keiner. Durch seine Unbekanntheit kann er all das, was er sich wünscht, nicht mal im Ansatz durchsetzen. Der Text mit dem Namen <em>Charta 08</em> ist inhaltlich banal und führte in seiner Konsequenz einzig dazu, dass er von einigen tausend Leuten unterschrieben wurde. Ein Erfolg für den <strong>Frieden</strong>?</p>
<p>Für das nächste Mal: Helmut Kohl!</p>
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		<title>Ihr Buch auf Platz eins!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 10:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[bestseller]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wollten Sie nicht auch schonmal einen Bestseller schreiben? Der Weg dahin ist wahrlich einfacher, als Sie dachten – es braucht nur die richtige Methode! Dabei ist jahrelanges Recherchieren nicht nötig. Sie brauchen auch nicht neue, völlig unbeackerte Themen zu finden. Und schon gar nicht müssen Sie dazu Experte auf dem jeweiligen Gebiet sein, über das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wollten Sie nicht auch schonmal einen Bestseller schreiben? Der Weg dahin ist wahrlich einfacher, als Sie dachten – es braucht nur die richtige Methode!</p>
<p>Dabei ist jahrelanges Recherchieren nicht nötig. Sie brauchen auch nicht neue, völlig unbeackerte Themen zu finden. Und schon gar nicht müssen Sie dazu Experte auf dem jeweiligen Gebiet sein, über das Sie schreiben wollen.</p>
<p>So einfach funktioniert es:</p>
<p>Schreiben Sie ein Buch über ein Thema, das äußerst kompliziert ist und über das schon seit Jahrzehnten diskutiert wird und das ergebnislos immer mal wieder aufflammt. Themengebiete dafür sind: Ausländer, Atomkraft, Hitler, Krieg, Dosenpfand, Mülltrennung oder Benzin- und Bierpreise.</p>
<p>Der Inhalt ist dabei ziemlich egal. Sie müssen nur hier und da ein paar Thesen aufstellen. Auch deren Wahrheitsgehalt ist unbedeutend. Den Rest der Seiten füllen Sie mit Statistiken. Überfluten Sie den Leser damit und geben Sie immer und immer wieder an, dass dies alles offizielle Statistiken seien, wissenschaftlich geprüft, auf dem neuesten Stand, sauber recherchiert – Sie wissen schon. An einigen Stellen fügen Sie nun noch Formulierungen wie „wird totgeschwiegen“ oder „die Wahrheit muss gesagt werden“ ein.</p>
<p>Nun übergeben Sie ein paar der formulierten Thesen an die Bild-Zeitung. Durch den Themenschwerpunkt Ausländer, Atomkraft, Hitler, Krieg, Dosenpfand, Mülltrennung oder Benzin- und Bierpreise wird die Zeitung ihre Thesen drucken. Damit haben Sie es schon fast geschafft! <em>„X sagt, in 170 Jahren kann sich niemand mehr Bier leisten!“</em></p>
<p>Anschließend geben Sie immer wieder einige neue Thesen als Pressemitteilung an verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Diese können Sie problemlos selbst formulieren: <em>„Berlin, 2. September, X sagt, Bier trinken macht dumm.“</em> Im Nachhinein können Sie diese Thesen wieder zurückziehen oder auch nicht. Das machen Sie ganz beliebig, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erreichen und alle Interessierten zu verwirren. Nun haben Sie bereits den Punkt erreicht, an dem Sie die volle Aufmerksamkeit aller Medien bekommen. Sicher ein schönes Gefühl, nicht wahr? </p>
<p>Einladungen zu Talk-Shows nehmen Sie dankend an. In der jeweiligen Sendung brauchen Sie nur hier und da zu antworten, ein paar Thesen zu wiederholen, insgesamt schläfrig zu wirken, zu nuscheln und möglichst viele „Ähs“ und Unterbrechungen in Ihr Reden einzufügen. Auch die Namen der anderen Gäste systematisch falsch auszusprechen hilft. Sie müssen völlig inkompetent wirken, denn damit grenzen Sie sich von Ihren Gegnern und deren Gefühlsausbrüchen und rhetorischen Fähigkeiten ab. Das brauchen Sie alles nämlich nicht, denn Sie sagen schließlich die Wahrheit. Oder auch nicht – das weiß schließlich niemand so genau.</p>
<p>Ihre Gegner wirken ganz von selbst unsympathisch, denn diese haben sich nicht im Griff, schenken Ihnen zu viel Aufmerksamkeit und merken nicht, dass Sie schon gewonnen haben, allein dadurch, dass Sie im Mittelpunkt der Sendung stehen und in der Unterzahl sind. Kein Argument der Welt kann so etwas nunmehr wegdiskutieren.</p>
<p>Sie haben den Punkt erreicht, an dem es nicht mehr möglich ist, nichts zu Ihnen zu sagen. Die Zuschauer danken es Ihnen – ganz nebenbei – mit dem Interesse für Ihr Buch.</p>
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